Der Anbieter von All-Flash-Datenplattformen Pure Storage hat mit Flasharray X sein erstes All-NVMe (Non-Volatile Memory Express) All-Flash Array für das Enterprise-Segment vorgestellt. Das Speichersystem basiert laut Hersteller auf der Flasharray-Architektur und soll durch die Purity Directflash Software ein globales Flash-Management ermöglichen. Die herstellereigenen NVMe-Directflash-Module sollen Leistungsengpässe beseitigen, die laut Pure Storage bei älteren Speichertechniken auftreten können. Durch die durchgängige Optimierung des Flash-Speichers mittels NVMe soll sich die Systemleistung erheblich verbessern, sodass Unternehmen effektiver mit ihren Daten arbeiten können.

Unternehmen müssen sich, so Pure Storage, aufgrund des rasanten Datenwachstums entscheiden, wie sie ihre Daten aufbewahren und daraus anschließend einen Mehrwert generieren wollen. Das Flasharray X soll Organisationen hierfür eine schnelle, agile und permanent verfügbare Infrastruktur bieten. Das neue Speichersystem umfasst nach Herstellerangaben drei neue Innovationen für die End-to-End-NVMe-Optimierung:

  • Directflash-Software: Als neues Softwaremodul innerhalb der Purity-Betriebsumgebung implementiere Directflash das globale Flash-Management (Garbage Collection, Allocation, I/O-Optimierung, Fehlerkorrektur), das sonst typischerweise innerhalb jeder SSD läuft, auf Systemebene, was zu einer höheren Performance und einer besseren Flash-Auslastung führen soll.
  • Directflash-Modul: Die Directflash-Module seien über NVMe mit den Flasharray-Controllern verbunden, um eine direkte Software-Ende-zu-Ende-Kommunikation zu ermöglichen. Directflash-Module machen, so Pure Storage, 100 Prozent des Flash-Speichers innerhalb eines Moduls für das Flasharray zugänglich und werden in Kapazitäten von 2,2 TByte, 9,1 TByte und 18,3 TByte verfügbar sein. Das 18,3-TByte-Directflash-Modul soll es Flasharray X ermöglichen, mehr als 1 PByte effektive Speicherkapazität in einem 3HE-Base-Chassis bereitzustellen.
  • X70-Controller: Neue X70-Controller sollen die NVMe-Kommunikation innerhalb der vorhandenen Midplane und eines bestehenden Flasharray-Chassis ermöglichen. Anwender profitieren nach Herstellerangaben auf diese Weise von der Vorbereitung für SAS und NVMe, die Pure Storage erstmals 2015 eingeführt hatte.

Außerdem reduziere die durchgängige End-to-End-Flash-Optimierung die Latenz um bis zu 50 Prozent und erhöhe die Schreibbandbreite um das bis zu Zweifache sowie die Leistungsdichte um das bis zu Vierfache, so Pure Storage. Innerhalb der Flasharray-Familie soll Flasharray M eine universelle Konsolidierung bei optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, Flasharray X wiederum eine maximale Konsolidierungsleistung pro Rack-Einheit. Anwender könnten dadurch ihre anspruchsvollsten Workloads auf nur zehn Directflash-Modulen konsolidieren und ausführen.

Flasharray-X-Geräte mit Directflash-Modulen in den Kapazitäten 2,2 TByte und 9,1 TByte sind ab sofort bestellbar und sollen im frühen zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 als Directed Availability Release ausgeliefert werden. Die allgemeine Verfügbarkeit von Flasharray X – sowohl mit Unterstützung des 18,3-TByte-Directflash-Moduls als auch die Upgrades von bestehenden Flasharray-M-Systemen – hat Pure Storage für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 vorgesehen.

Weitere Informationen finden sich unter www.purestorage.com/products/flasharray-x.html.

Das 18,3-TByte-Directflash-Modul soll es Flasharray X ermöglichen, mehr als 1 PByte effektive Speicherkapazität in einem 3HE-Base-Chassis bereitzustellen. In einem Rack seien dadurch bis zu 15 PByte möglich. Bild: Pure Storage

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.