Mit seiner neuen Softwareplattform Any Cloud will Arista Networks Unternehmen dabei helfen, die Komplexität und die Kosten bei der Integration und beim Management von Hybrid Clouds über private Cloud-Rechenzentren und Anbietern von Public-Cloud-Services vereinfachen. Dabei soll der virtualisierte herstellereigene Router vEOS in Kombination mit CloudVision und des neuen Cloud Tracers für konsistente Operationen, Orchestrierung, Sicherheit und Telemetrie in Multi-Cloud-Umgebungen sorgen.

Aristas UCN (Universal Cloud Networking) biete tnach Bekunden des Herstellers gemeinsame Leitlinien für den Cloud-Einsatz. Auf diese Weise erlaube man vereinfachte Netzwerktopologien und -architekturen bei Anwendungsfällen. Die in Unternehmen althergebrachten PIN-Silos (Places in the Network) löse man durch PICs (Places in the Cloud) ab, so Arista. UCN biete für diese ein konsistentes Nutzungsumfeld und vereinfache für Unternehmenskunden außerdem die Verlagerung von Workloads aus den eigenen RZs in die Public Cloud.

Die Any Cloud Platform basiere auf dem herstellereigenen Betriebssystem EOS (Extensible Operating System). In Zusammenspiel mit dem vEOS-Router unterstützt EOS nach Herstellerangaben nun viele Hypervisoren und Cloud-Bereitstellungsplattformen. Der Router erweitere das Software-Image des Betriebssystems in ein konsistentes Betriebsmodell für bestehende Netzwerkimplementierungen im Rechenzentrum der Anwenders. Er nutze den vorhandenen Cloud-Grade-Routing-Stack und stelle neue Erweiterungen etwa für IPSec-VPN-Tunnel bereit, um Workloads innerhalb von Multi-Cloud-Implementierungen sicher zu verbinden. Darüber hinaus interagiere vEOS mit APIs von Cloud-Providern, um Bereitstellung, Automatisierung, Analytik und durchgängige Transparenz zu gewährleisten.

Neue Anwendungsfälle für die Hybrid Cloud soll CloudVision unterstützen. Diese verfolge dazu den Ansatz einer schlüsselfertigen Bereitstellung von Automatisierungs-, Telemetrie- und Orchestrierungs-Services, die man benötigt, um Verbindungen zu mehreren Clouds in einer einzigen Cloud-Infrastruktur zu realisieren. Auch soll man mit CloudVision netzwerkweite Upgrades und Rollbacks automatisieren können, um Ausfallzeiten und durch manuelle Fehler verursachte Unterbrechungen zu reduzieren. Gleichzeitig, so Arista, benötige man für die Fehlersuche und -behebung in der Hybrid Cloud weniger Zeit, da sich durch den Einsatz von EOS mit seinem Streaming der Stati in Echtzeit sowie der Analytik- und Visualisierungsfunktionen von CloudVision die Historie der Ereignisse über Anwendungsfälle hinweg korrelieren lässt.

Zudem gewährleiste der neue Cloud Tracer, dass sich die Transparenz- und Verfügbarkeitsmesswerte konsistent über die gesamte Hybrid-Cloud-Umgebungen verfolgen lassen. Dies umfasse auch die direkten Verbindungen in die Public Cloud sowie die Remote-Verbindungen in RZ und zu Cloud Exchange, so der Hersteller.

Arista hat die Any Cloud Platform nach eigenen Bekunden so konzipiert, dass sie alle Public- oder Hybrid-Cloud-Umgebungen unterstützt. Dazu gehören AWS, MS Azure, die Azure-Erweiterung MS Azure Stack, Google Cloud Platform und Oracle-Cloud-Infrastructure. Dabei sei die Unterstützung sämtlicher Umgebungen mit der Validierung und Registrierung dieser Lösungen in den Cloud-Marktplätzen kombiniert, was den Einsatz für Unternehmen vereinfachen soll.

Des Weiteren sei die Arista-Plattform in Equinix Cloud Exchange integriert, das direkte Hochleistungsverbindungen zu über 70 Cloud-Providern offeriert. Durch die Integration von Arista EOS und CloudVision sollen Nutzer von Equinix in der Lage sein, das gleiche konsistente Cloud-Networking-Toolset in diversen Cloud-Einsatzszenarien zu nutzen.

Weitere Informationen finden sich unter www.arista.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.