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Netzkomponenten

Native Packet Optical Transport

Das Carrier-Netz der Zukunft

Von Jon Baldry/dp Jon Baldry ist Technical Marketing Manager bei Transmode.

 

13. August 2009

Netzbetreiber verzeichnen zwar eine explosionsartig wachsende Nachfrage nach Bandbreite, dennoch sinken die Preise pro Bit. Darauf reagiert die Branche mit noch mehr Ethernet-Konvergenz in den optischen Netzwerken. Der Transport von IP- und Ethernet-Traffic wird neu bewertet. Dazu gehört auch die Überlegung, ob und wie Funktionen aus höheren OSI-Schichten im Protokoll-Stack der Transportschicht integrierbar sind, um das Netzwerk einfacher zu gestalten und Kosten einzusparen.

 
 

(zoom) Der Aufbau eines optischen Carrier-Netzes mit Native Packet Optical Transport im MAN. Quelle: Transmode

Ausschlaggebend für eine Vereinfachung des Gesamtnetzes ist, dass alle Dienste, die dieses Netz transportiert, möglichst über das einheitliche Transportprotokoll Ethernet laufen. Das gilt für den einfachen Internet-Zugang oder den spontanen Videoverkehr via Youtube genauso wie für Quality-of-Service-(QoS-)Broadband- und -Video-Dienste.

Für QoS-Dienste muss das optische Netz jedoch unterschiedliche Service-Levels erkennen und handhaben können. Das heißt, auch am Netzwerk-Edge muss eine unterschiedliche Behandlung von verschieden priorisiertem Verkehr möglich sein. Dies ist über einen zusätzlichen Ethernet-Switch am Edge oder über eine Erweiterung des optischen Transportnetzes um Layer-2-Ethernet-Funktionen realisierbar.

Die meisten der führenden Hersteller gehen den zweiten Weg und integrieren in unterschiedlichem Maße Layer-2-Funktionalität in ihre optischen Plattformen. Das ist für die Betreiber in der Regel kostengünstiger als ein externer Switch. Dennoch sind ein paar zusätzliche Kernkomponenten dafür nötig: Eine Ethernet Demarcation Unit (EDU) bietet Anwendern über einen verwalteten Demarkationspunkt direkt aus dem optischen Netzwerk heraus Carrier-Class-Ethernet-Services an, wie sie vom Metro Ethernet Forum (MEF) definiert sind. Damit kann ein Betreiber zum einen schnell und einfach auf die wachsende Nachfrage nach aktuellen Ethernet-Services reagieren. Zum anderen erhält er damit die Möglichkeit, unterschiedlich wichtige Dienste entsprechend zu verwalten.

Die zweite Kernkomponente ist der Ethernet-Muxponder (EMXP). Er bietet Ethernet-Aggregation und -Switching in einem Gerät, sodass der aggregierte Traffic als Standard-10GbE-Signal im Core-Netz über Switches oder Router weiterversendet werden kann. So gibt es zum Beispiel von Transmode ein Gerät mit 22 10/ 100/1000-Ethernet-SFP-Portszum Edge und zwei 10GbE-LAN-PHY-XFP-Ports zum Core-Netz. Solche Muxponder erlauben ein Traffic-Management mit unterschiedlichen Bandbreitenprofilen und eine Versendung nach Class of Service mit intelligentem Bandbreiten-Shaping. Damit können Betreiber sicherstellen, dass ihre Netzressourcen so effizient wie möglich genutzt werden.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Dieser Ethernet-Muxponder von Transmode enthält einen Switch, aggregiert den Ethernet-Traffic und erlaubt ein Traffic-Management mit unterschiedlichen Bandbreitenprofilen und eine Versendung nach Class of Service.

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