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IT-Management

Strategien für Unified Communications und Collaboration

Der lange Weg zur einheitlichen Kommunikation

Von Martin Kuppinger/pf

 

04. Mai 2009

Das Schlagwort „Unified Communications and Collaboration“ zählt zu den aktuellen Topthemen in der IT. Trotz mancher positiven Entwicklungen scheint der Weg von traditionellem Fax und E-Mail hin zu integrierten Kommunikationslösungen mit Voice, Instant Messaging oder Web-Conferencing aber immer noch lang zu sein. Dies mag auch daran liegen, dass die Innovationen im Kommunikationsbereich oft schneller voranschreiten als die Konsolidierung der Produktlandschaft.

 
 

Als das Thema Unified Communications (UC) vor etlichen Jahren aufkam, ging es vor allem darum, klassische Festnetztelefonie, Fax und E-Mail zu in konvergenten Netzen zusammenzuführen. Der technische Ausgangspunkt war also Unified Communications, der heute oft verwendete Zusatz „and Collaboration“ folgte erst später.

Seit den Anfangstagen der Konvergenz hat sich viel getan. Voice over IP (VoIP) ist inzwischen etabliert, sowohl auf der Ebene zentraler Lösungen wie den Telefonanlagen in Unternehmen als auch mit dezentralen Lösungen für Privatanwender wie Skype oder Gizmo. Dazwischen angesiedelt sind reine Dienstleistungs- und Outsourcing-Angebote wie virtuelle IP-basierenden TK-Anlagen im Internet. Zunehmend mehr Bedeutung erlangen inzwischen auch Echtzeit-Kommunikationslösungen wie Web-Konferenzen, die eine Vielzahl von Unternehmen anbietet wie etwa Microsoft, Cisco/Webex, Citrix oder Netviewer – um nur einige zu nennen.

Immer mehr Kommunikationskanäle

Speziell im Bereich von Kollaboration und Teamwork sind neue Trends zu verzeichnen. Neben die klassischen „Groupware“-Ansätze treten Lösungen für die Online-Zusammenarbeit, wie sie etwa Microsoft mit Groove anbietet oder auch das Schweizer Unternehmen Collanos ( www.collanos.com). Zudem hat auch Instant Messaging für eine direkte Kommunikation im professionellen Umfeld an Gewicht gewonnen. Hinzu kommt im Unternehmensbereich der Integrationsbedarf für eine wachsende Zahl mobiler Endgeräte für UC wie Handy, Blackberry und Notebook, die bei vielen Mitarbeitern heute eher die Regel als die Ausnahme darstellen. Dabei gilt es für die Benutzer häufig auch, beispielsweise mit mehreren E-Mail-Postfächern und -Anwendungen parallel umzugehen.

Auch die zahlreichen sozialen Netzwerke mit ihren eigenen Kommunikationsmöglichkeiten können nicht unberücksichtigt bleiben und erhöhen die Komplexität: Wie lassen sich beispielsweise Xing-Nachrichten in einen UC-Ansatz einbinden? Lösungen scheitern dabei oft schon durch die proprietäre Struktur solcher Netzwerke und den Mangel an Schnittstellen. All dies zeigt, dass heute wesentlich mehr Kommunikationskanäle als noch vor wenigen Jahren existieren, die Herausforderungen im Bereich UC damit aber auch gestiegen sind – und zwar sowohl für den Benutzer als auch im Backend. Dabei ist es in den wenigsten Fällen gelungen, die Kommunikation für Endanwender tatsächlich zu vereinfachen, obwohl genau dies das hehre Ziel ist, das UC-Ansätzen erreichen wollen.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Collanos verfügt als Online-Kollaborationsplattform inzwischen auch über eine integrierte Telefonielösung.

(zoom) Siemens setzt bei seiner Openscape Unified Communications Suite auf eine offene Architektur zur Einbindung anderer Kommunikations- und Kollaborationssysteme.

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