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IT-Management

Praxistest Citrix Xendesktop 3.0

Der virtualisierte Arbeitsplatz

Von André Dannbacher/wg

 

29. Juni 2009

Citrix' VDI-Lösung (Virtual Desktop Infrastructure) Xendesktop, aktuell in Version 3.0, umfasst alle Komponenten für das Management virtualisierter Arbeitsplätze. Mehrere Editionen bieten umfangreiche Funktionen, darunter die Bereitstellung individuell nach Bedarf erzeugter Desktops per Citrix Provisioning Server oder ein Profil-Management. Der Praxistest betrachtet die Basiskomponente, den Desktop Delivery Controller (DDC).

 
 

(zoom) Bild 1. Grundlegenden Komponenten einer Citrix-Xendesktop-Infrastruktur.

Die Connection-Broker-Funktion ist die wesentliche Komponente einer VDI-Lösung. Sie regelt bei zentral virtualisierten Desktops den Zugang sowie die Benutzersitzungen und überwacht den Zustand der virtuellen Maschinen (VMs). DDC unterstützt das Citrix-Protokoll ICA (Independent Computer Architecture) und neben der hauseigenen Virtualisierungsplattform Xenserver auch Vmware Virtual Infrastructure 3 über Virtual Center und Microsoft Hyper-V mit System Center Virtual Machine Management 2008. Zudem lassen sich auch Blade- und Standalone-PCs, die den Citrix Virtual Desktop Service unterstützen, als Desktops einbinden.

Um einen Eindruck von Xendesktop zu erhalten, kann man die kostenlose, zeitlich unbegrenzte Express Edition für zehn Benutzer einsetzen. Sie erlaubt das Kennenlernen aller wichtigen Funktionen, jedoch ohne den Provisioning Server für On-Demand-Desktops. In unserem Test wird der virtuelle Desktop dem Anwender fest zugeordnet.

Testumgebung

Im Testaufbau kam als Hardware ein Sun Fire X4140 Server mit zwei mit 2,5 GHz getaktete Quad-Core-x64-Prozessoren von AMD, 8 GByte RAM und vier 146-GByte-Festplatten als RAID-5-Verbund zum Einsatz. Auf drei VMs sind die grundlegenden Komponenten einer Xendesktop-Infrastruktur installiert (Bild 1): Die erste VM, ein Windows 2003 Server R2, ist der Domain Controller mit dem Active Directory (AD) sowie DHCP und DNS. Die zweite VM, ebenfalls ein Windows-Server, stellt den Citrix DDC mit allen Subkomponenten bereit. Die dritte VM wie auch allen weiteren sind virtualisierte Windows-XP- oder Vista-Desktop-Systeme. Auf diesen ist der Citrix Virtual Desktop Agent (VDA) implementiert, um eine direkten ICA-Verbindung vom Benutzerendgerät zu ermöglichen. VDA in der aktuellen Version 3.0.3056 (XDE300VDA001) ist als Public Hotfix auf der Citrix-Support-Seite verfügbar (siehe http://support.citrix.com/article/CTX120586) und sollte unbedingt verwendet werden. Der Hotfix behebt grundsätzliche Probleme mit USB-, Audio- und Druckfunktionalität im Virtual Channel des ICA-Protokolls. Auf dem Administator-PC ist Windows XP SP3 und der Citrix Desktop Receiver installiert. Das Citrix Xencenter für die Verwaltung des Xenserver ist dort ebenfalls eingerichtet. Damit ist zur Administration auch ein Konsolenzugriff auf die VMs über das intergrierte VNC (Virtual Network Computing) möglich. Besser ist der Einsatz eines RDP-Clients (Remote Desktop Protocol), der eine bessere und flüssigere Bildschirmdarstellung bietet. Eine detaillierte Übersicht zu den Systemvoraussetzungen fasst der Citrix-Knowledge-Base-Artikel CTX118857 zusammen.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Bild 2. Der Administrator hat über Xencenter den Desktop Delivery Controller im Blick.

(zoom) Bild 3. Der Anwender wählt via Citrix Web-Interface einen seiner virtuellen Desktops aus.

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