Netzkomponenten
Herstellerübergreifende Unified-Communications-Lösungen
Die Kunst der Integration
02. März 2009
Mit Unified-Communications-Systemen verschmelzen bislang getrennte Anwendungen und Geräte für Endnutzer. Kommunikationslösungen lassen sich so flexibel und individuell an die Erfordernisse der Unternehmen anpassen. Die Bündelung sämtlicher Kommunikationskanäle über eine konvergente Infrastruktur ebnet den Weg für Collaboration – also die Zusammenarbeit von Personen über verschiedene Standorte hinweg. Allerdings hängt der Erfolg einer UC-Lösung stark von der Interoperabilität der unterschiedlichen involvierten Plattformen ab. Herstellerübergreifende Integrationsmöglichkeiten sind gefragt. Der Beitrag befasst sich insbesondere mit den technischen Kooperationsaspekten der UC-Lösungen von Cisco, Microsoft und IBM.
(zoom) Integration der Cisco-Unified-Communications-Lösung in den Microsoft Office Communicator per CSTA.
Ein wichtiges Kriterium für die Migration von TDM-basierender (Time Divison Multiplexing) zu IP-basierender Kommunikation als Grundlage für Unified Communications (UC) sind die Existenz offener Standards und die damit verbundenen Vorteile gegenüber proprietären Lösungen. Der Umstieg eines Unternehmens auf UC-Lösungen erfordert allerdings bereits in der Vorbereitungsphase eine sehr genaue Analyse des Kommunikationsverhaltens der Mitarbeiter. Erster Planungsschritt ist im Idealfall eine Problemanalyse und Bestandsaufnahme der Unternehmenskommunikation. So sollte zunächst geprüft werden, wie wichtig der Kommunikationsprozess im Unternehmen allgemein ist und welche Abteilungen miteinander oder auch mit Partnern oder Kunden besonders stark kommunizieren. Sachbearbeiter in einer Personalabteilung haben andere Kommunikationswege und -bedürfnisse als Außendienstmitarbeiter, Entwickler andere als Mitarbeiter im Management oder Vertrieb. Hat ein Unternehmen beispielsweise zwei größere Geschäftsstellen und müssen sich die Geschäftsstellenleiter regelmäßig treffen, benötigen diese eher ein Web-Konferenzsystem als Messenger-Funktionen. Dagegen müssen Service, Vertrieb oder die IT-Abteilung stets erreichbar sein. Hier wären UC-Lösungen wie Instant Messaging oder Präsenzanzeige besonders nützlich. Es gilt also, herauszufinden, wer im Unternehmen welchen Aspekt einer UC-Lösung am effektivsten nutzen kann.
Für jeden die passende Lösung
Oft stellt sich nach einer solchen Analyse heraus, dass für die einzelnen Anforderungen durchaus verschiedene Lösungen unterschiedlicher Hersteller in Frage kommen. So wäre vielleicht das Web-Konferenzsystem von Hersteller A attraktiver, jedoch erscheint der Bereich der Präsenzanzeige und -information bei Hersteller B besser umgesetzt. Offene Standards sowie Partnerschaften unter den Herstellern kommen den Anwendern in dieser Situation zugute: Diese können sich für die aus ihrer Sicht beste Lösung entscheiden, ohne von einem einzelnen Hersteller abhängig zu sein. Einen der wichtigsten Gründe für den Anwender, der sich aus offenen Standards und herstellerübergreifenden Partnerschaften ergibt, stellt jedoch das beträchtliche Einsparpotenzial dar, das eine flexible offene Plattform eröffnet. Somit ist auch der Investitionsschutz gewährleistet, und der Umstieg auf eine völlig andere Arbeitsplattform, um neue Kommunikationsanwendungen zu integrieren, entfällt.
Weitere Bilder zum Artikel
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(zoom) Kommunikationsablauf bei einem eingehenden Anruf vom öffentlichen Telefonnetz. |
(zoom) Die Kommunikation sollte über eine Client-basierende Integration zwischen der MOC-Anwendung und dem Cisco Unified Presence Server erfolgen. Die SIP-Nachrichten mit CSTA werden zwar über den zentralen Microsoft OCS geroutet, der Status des Telefons steht jedoch nur dann zur Verfügung, wenn die MOC-Anwendung aktiv ist. |
(zoom) Benutzer, die Lotus Notes als Kalenderanwendung verwenden, können Voice-, Video-und Web-Collaboration per Meetingplace-/Webex- oder Telepresence-Sitzungen so einfach per Lotus Notes planen wie ein herkömmliches Meeting. |