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Netzkomponenten

Serie Remote-Control-Software, Teil 2

Mit Radmin 3.3 bis ins BIOS

Von Thomas Joos/dp

 

27. Mai 2009

Die bekannte Fernwartungssoftware Radmin des russischen Herstellers Famatech bringt mit der Version 3.3 einige Neuerungen. So ist jetzt zum Beispiel ein Fernzugriff auf das BIOS von Rechnern möglich. Auch Mehrmonitor-Arbeitsplätze soll die neue Version unterstützen. Im LANline-Test zeigte die Lösung viele Stärken. Die verteilten Server-Komponenten bringen jedoch auch ein paar Nachteile mit sich.

 
 

(zoom) Beim Radmin Viewer lassen sich fast alle Funktionen über die Schaltflächen ansprechen.

Eine der wesentlichen Neuerungen von Radmin 3.3 ist die Unterstützung der Active-Management-Technology (AMT) Version 3.1. Diese Technik basiert auf der Intel-Vpro-Plattform und ermöglicht bei entsprechender Hardware eine Fernwartung, bevor Windows überhaupt gestartet ist. Der Administrator kann via Fernwartungssoftware Systeme, die diese Technik unterstützen, einschalten oder deren BIOS-Einstellungen überprüfen und anpassen. Dies ermöglicht Systemverwaltern auch dann eine Fernwartung, wenn sich das Zielsystem nicht mehr starten lässt. Mit dem Zugriff auf die Hardware kann der Administrator zum Beispiel Betriebssystemstarts kontrollieren oder Windows reparieren, wenn es nicht korrekt startet. Als Verbindungsprotokoll nutzt Radmin wie die meisten Produkte in diesem Bereich TCP/IP.

Der Zugriff auf Server erfolgt mit dem Radmin Viewer 3.3, den Famatech kostenlos zur Verfügung stellt. Soll Windows ferngesteuert werden, müssen Systemverwalter auf den zu wartenden Rechnern noch die Server-Komponente installieren.

Diese Komponente für die Remote-Rechner ist kostenpflichtig. Famatech bietet sie aber auch als kostenlose 30-Tage-Testversion an.

Die Server-Komponente lässt sich automatisiert auf die Server übertragen, allerdings ist gerade diese Funktion nicht sehr bequem gelöst und bedeutet vor allem bei der Installation auf vielen Rechnern etwas Aufwand.

Da der Server-Part nur wenige MByte umfasst, lässt er sich auch schnell übertragen. Am besten sollte der Systemverwalter die Quelldateien auf einen Rechner im Remote-Netzwerk kopieren und von dort per Fernwartung auf die anderen Server oder Arbeitsstationen verteilen.

Unterstützte Systeme

Leider unterstützt Radmin auch in der neuen Version allein Windows, dieses jedoch in allen Versionen von Windows 2000 bis Windows Server 2008 sowie Vista in der x86- und x64-Variante. Der Viewer ermöglicht auch die Fernwartung von NT 4.0 und Windows 95/98/ME. Linux-Rechner lassen sich nur über WINE („Wine Is Not an Emulator“) steuern, das Windows-Applikationen für Linux kompatibel aufbereitet.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Endanwender und Administrator können während einer Fernwartungssitzung auch Dateien austauschen.

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