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IT-Management

Test: Blackberry Enterprise Server 5 für IBM Lotus Domino

Mobiles Fenster ins Unternehmen

Von Peter Meuser/pf / Peter Meuser ist selbst­ständiger IT-Lösungsarchitekt mit Sitz im Fünfseenland.

 

30. April 2010, 07:00 Uhr

Der Smartphone-Boom macht auch vor den Unternehmen nicht halt. Der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) beherrscht die mobile Geschäftskommunikation mit seiner „ Blackberry Solution“ weltweit wie kein zweiter. Im Test zeigte der aktuelle Blackberry Enterprise Server 5 für IBM Lotus Domino, wie sich die mobilen Endgeräte in die Unternehmenskommunikation und in IT-basierende Workflows einbinden lassen. Wichtigster Aspekt der Lösung ist die zentrale Verwaltung aller Blackberry-Endgeräte über das gesamte Unternehmen hinweg.

 
 

(zoom) Seit BES 5.0.1 lassen sich die wichtigsten Überwachungsparameter auch von mobilen Administratoren einsehen.

Seit wir vor zweieinhalb Jahren (LANline 11/2006) den Blackberry Enterprise Server (BES) 4.1 für Lotus Domino zuletzt im LANline-Lab unter die Lupe nahmen, hat sich bei den Komponenten von RIMs Smartphone-Infrastruktur einiges weiterentwickelt, wenn sich auch an der grundsätzlichen Architektur der „Blackberry Solution“ nichts geändert hat. Im Mai 2009 stellte RIM auf dem Wireless Enterprise Symposium in Orlando – sozusagen der Hausmesse von RIM mit beeindruckenden 5.000 Blackberry-Trägern an einem Ort – erstmals den neuen Blackberry Enterprise Server 5 vor, der – mittlerweile auf dem Stand „ Service-Pack 1“ (für Microsoft Exchange 2003/2007/2010 und Lotus Domino 7 bis 8.5.1) verfügbar ist. Novell Groupwise hingegen unterstützt RIM nur noch mit BES 4.1.6.

 

BES sorgt als im Unternehmen platzierter Server für die sichere Anbindung der Blackberry-Smartphones an Unternehmensdaten wie auch für deren zentrale Verwaltung durch die IT. Wichtigste Neuerungen von BES 5 sind die Hochverfügbarkeitsoption via Standby-Server, verbesserte Verwaltungsmöglichkeiten über die ebenfalls neue Web-basierende Benutzeroberfläche des „Blackberry Administration Service“ (BAS) und weit reichende Überwachungsfunktionen über den „Blackberry Monitoring Service“. Benutzern steht mit BES 5 nun standardmäßig der „Web Desktop Manager“ zur Seite, um E‑Mail-Einstellungen, Gerätedatensicherung und -rückspeicherung sowie eine USB-Kabel-gebundene Aktivierung des Endgeräts vornehmen zu können, ohne dass der dafür bisher benötigte „Desktop Manager“ als eigenständige Windows-Anwendung auf jedem Arbeitsplatz installiert sein muss. Dies dürften Unternehmen mit Citrix Xen­app oder Microsoft Terminal Services zu schätzen wissen, deren Administratoren sich allenfalls noch um die Installation einer ActiveX-Komponente zur USB-Ansteuerung kümmern müssen. Das Stichwort „ActiveX“ deutet darauf hin, dass RIM trotz seiner sonstigen Java-Ausrichtung für Verwaltungsaufgaben zwingend einen Microsoft Internet Explorer voraussetzt. Mit BES 5 wurden auch die Weichen für neue Endgerätefunktionen gestellt, die im Wesentlichen weitere Funktionen aus Notes beziehungsweise Outlook unterwegs verfügbar machen. E‑M ails lassen sich zur Wiedervorlage markieren, E‑Mail-Ablageordner auch von unterwegs erstellen, umbenennen, verschieben und löschen, wie auch Dateianhänge zu Terminen betrachten und Besprechungen delegieren. Mit der neuen Möglichkeit eines sicheren Zugriffs auf Windows-Freigaben interner Server erweitert sich das Potenzial der Blackberries zum mobilen Fenster ins Unternehmen.

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(zoom) Der neue Monitoring-Service von BES 5 erlaubt die zentrale ­Überwachung und Berichtserstellung für alle BES-Server im ­Unternehmen.

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