Suche/Login

Primärnavigation

Kategorienavigation
 

Inhalt
 

Verkabelung

Strukturierte RZ-Verkabelung mit Lichtwellenleitern

Plädoyer für Trunk-Kabel

Von Harald Jungbäck/jos

 

06. November 2006

Im Rechenzentrum gelten bekanntermaßen besonders hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Infrastruktur. Dies gilt auch für die Vernetzung mit Lichtwellenleitern. Techniker von Rosenberger OSI setzen hier klar auf die Vorzüge von Trunk-Kabeln gegenüber Spleißlösungen.

 
 

(zoom) Bild 1: RZ-IT-Verkabelungsstruktur gemäß (DIN) EN 50173-5

Die Normierung der strukturierten IT-Verkabelung von Rechenzentren in der neu geschaffenen (DIN) EN 50173-5 steht kurz vor ihrem Abschluss (Stand Sommer 2006). Der offizielle Entwurf zur öffentlichen Prüfung und Stellungnahme der Norm wurde jüngst vom DKE publiziert und ist zum Beispiel bei www.beuth.de erhältlich. Die (DIN) EN 50173 – offiziell „IT – anwendungsneutrale Kommunikationsanlagen“ – genannt wurde zu einer Normenreihe ausgebaut, die aus den fünf Teilen besteht:

Teil 1: Allgemeines,

Teil 2: Bürogebäude,

Teil 3: Industriell genutzte Gebäude,

Teil 4: Wohneinheiten und

Teil 5: Rechenzentren.

Die Motivation für die Schaffung dieser Normenfamilie war der immense Erfolg der ursprünglichen (DIN) EN 50173-1, die für die strukturierte IT-Verkabelung von Bürogebäuden galt und sehr schnell zum Standardwerk für Planer wurde, die jedoch die besonderen Anforderungen an die IT-Verkabelung in Industriegebäuden, Wohneinheiten und Rechenzentren nicht abdeckte.

Um mit den Normenteilen 2 bis 5 arbeiten zu können, ist zwingend der Teil 1 nötig, da in diesem die Leistungsanforderungen an die Verkabelungskomponenten Kabel, Steckverbinder und Spleiße spezifiziert und die Übertragungsklassen und Kanäle normiert sind. Entsprechend häufig referenzieren die Teile 2 bis 5 auf den Teil 1 der Normenreihe.

Ganz besonders der hier erläuterte Normteil 5 „Rechenzentren“ ist die niedergeschriebene so genannte „Best Practise“, die die großen Rechenzentren seit vielen Jahren anwenden und danach strukturiert verkabeln. Diese Norm ist also kein theoretisches Schriftstück, sondern ein Papier mit sehr großem Praxisnutzen – ganz besonders für Rechenzentrumsplaner, Entscheider, Betreiber und Eigentümer.

Die Norm schreibt die Verkabelung mithilfe der in Bild 1 gezeigten Struktur genau so vor, da diese – nachgewiesen durch die bereits erwähnte sehr gute Langzeiterfahrung – eine gewisse Anwendungs- und Equipment-Neutralität der Verkabelung gewährleistet.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Bild 2. Das Trunk-Kabel von Rosenberger OSI besteht aus Bündeladerkabeln mit bis zu 144 Fasern

(zoom) Bild 3. Der Mini-SC-Duplex erfüllt die IEC 61754-6

Seite [1] 2 3 4 5 6 7 8 9 »

Related Stories

Industrial Ethernet mit 10 GBit/s

Maschinen und Anlagen nutzen heute zur Kommunikation der Teilnehmer untereinander meist Ethernet mit 100 MBit/s. Kameras zur Qualitätsinspektion, Server zur ... mehr »

Glasfaser im RZ

Die Ausarbeitung und Verabschiedung des Kategorie-6A-Standards für die Kupferverkabelung hat auch die Glasfaserwelt ihrerseits wieder mehr in Bewegung gebracht. ... mehr »

Plug and Play mit wenig Raum

Glasfaserinstallationen mit MPO-Steckern sind derzeit aktuell. Installationen findet man allerdings in Deutschland noch wenige. Vorreiter ist dagegen – wieder ... mehr »