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Storage

Allsync 2.2.20 im Test

Professioneller Dateiabgleich

Von Dr. Johannes Wiele

 

11. April 2005

Michael Thummerer Software Design bietet übers Internet ein Synchronisations- und Kopier-Tool an, das allein schon durch seinen Funktionsumfang auffällt. Im Test erweist es sich als rundum professionell.

 
 

(zoom) Viele Funktionen, ansprechende Oberfläche: Allsync erlaubt maßgeschneiderte Kopiervorgänge.

Allsync bringt den Inhalt von zwei Ordnern im Windows-Filesystem automatisch auf den gleichen Stand. Voraussetzungs ist, dass sie vom Rechner, auf dem das Tool läuft, gleichzeitig erreichbar sind. Neben dem Synchronisationsmodus stehen noch andere bereit: Das Verschieben von Dateien, das Auffüllen eines Ordners mit anderswo neu hinzugekommenen Files, das Komprimieren von Dateien in Einzel- oder Sammel-Zip-Files und weitere. Für all diese Vorgänge lassen sich Profile anlegen. Die Aufgaben können anschließend manuell oder zeitgesteuert starten oder mit dem Windows-Start oder -Stopp verbunden werden. Darüber hinaus kann der Anwender Profile miteinander verketten und so auch größere Aufräum- oder Abgleichsaufgaben automatisch in einem Stück erledigen. Auf Wunsch fährt der Rechner anschließend herunter. Die Software eignet sich damit gleichermaßen für den Einsatz im Netzwerk als auch für Sicherungs- und Synchronisationsaufgaben mit Notebooks oder externen Platten. Probleme gab es mit keiner der angebotenen Funktionen. Für Spezialaufgaben lassen sich zur Synchronisation auch DFÜ-Verbindungen nutzen oder durch Allsync bei Bedarf Zusatzprogramme starten.

Konfiguration bis ins Detail

Eine Besonderheit der Software ist, dass sich das Tool bis ins Detail manuell konfigurieren lässt. Bis zu wie vielen Sekunden Abweichung im Zeitstempel beim Dateivergleich ignoriert werden sollen, wie bei Inhaltskonflikten zu verfahren ist, was im Falle gelöschter Files oder leerer Ordner zu geschehen hat, wie das Tool zu einem vorgeplanten Zeitpunkt reagiert, wenn das Quell- oder Ziellaufwerk gar nicht angeschlossen ist, ob die Logfiles per E-Mail an einen Administrator zu schicken sind, ob das Programm beim Kopieren Dateiattribute ändern soll – all dies und noch viele Fälle mehr kann der Anwender in deutschsprachigen, gut strukturierten Menüs individuell festlegen. Dazu muss er allerdings bereit sein, sich intensiv mit den Optionen des Programms auseinanderzusetzen, und beispielsweise nachlesen, was ein „Strukturkonflikt“ ist. Gedanken machen sollte er sich unter anderem darüber, ob ihm die genaue Entsprechung zweier Ordner besonders wichtig ist oder der Erhalt möglichst vieler, vielleicht versehentlich gelöschter Dateien. Allsync bietet beispielsweise an, auch Löschvorgänge zu synchronisieren, kann im Quellordner des Vergleichs gelöschte Dateien im Zielordner aber auch erhalten. Bei Files, die vor der Synchronisation auf beiden Seiten geändert wurden, besteht die Möglichkeit, von allen Varianten Kopien vorzuhalten. Möglich ist auch, beim Auftreten von Überschneidungen manuell einzugreifen und direkt einen Blick in die jeweiligen Dateieigenschaften zu werfen. Assistenten helfen bei den Einstellungsarbeiten, setzen aber voraus, dass der Anwender sein Tun und Ziel vorher durchdacht und verstanden hat. Vor allem zu Beginn der Arbeit mit dem System lohnt es sich, gelöschte oder überschriebene Dateien per Befehl in den Windows-Papierkorb schreiben zu lassen oder bei Kopieraufgaben mehrere „Generationen“ der Dateibestände festzuhalten.

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