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Netzkomponenten

User-Profile-Management für SBC und VDI

Profil-Profis im Kommen

Von Nicholas Dille/wg Nicholas Dille ist Systemarchitekt und Berater bei Sepago.

 

03. November 2008

Im SBC-Umfeld (Server-Based Computing) haben Benutzerprofile in den letzten ein, zwei Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. In zentralisierten Umgebungen enthält ein Profil die Konfiguration der Arbeitsumgebung eines Benutzers. Angesichts neuer Methoden der Anwendungsbereitstellung ist ein effizientes Management der Benutzerprofile heute unverzichtbar.

 
 

(zoom) Eine moderne Infrastruktur setzt die Arbeitsumgebung des Benutzers modular aus Desktop-, Präsentations- und Anwendungsvirtualisierung sowie Benutzerprofil zusammen Quelle: Citrix

Obwohl Profilprobleme in Terminalserverumgebungen schon seit vielen Jahren bekannt sind, haben die Unternehmen sie häufig als Designschwäche der servergespeicherten Profile von Windows-basierten Arbeitsplätzen akzeptiert und den damit verbundenen Mehraufwand im Benutzer-Support hingenommen. Viele Hersteller sahen das Problem ausschließlich in den Produkten von Microsoft und warteten auf eine Lösung durch den Hersteller. Doch durch neue Strategien in der Anwendungsbereitstellung gibt es nun zwingende Gründe, sich dem Thema zu widmen und Abhilfen zu entwickeln.

Neue Herausforderungen

Seit Kurzem etabliert sich die Virtualisierung von Desktops mittels Lösungen wie Citrix Xendesktop oder Vmware Virtual Desktop Infrastructure (VDI) als Alternative zur klassischen Anwendungsbereitstellung. Dabei erhält der Benutzer Zugriff auf eine virtuelle oder physische Maschine, die im Rechenzentrum dediziert bereitsteht. Dieser Desktop erlaubt dem Benutzer einen größeren Spielraum im Umgang mit den Ressourcen der Maschine im Vergleich zum veröffentlichten Desktop auf Terminalservern. Zudem genießt der Anwender größere Freiheiten mit dieser Infrastruktur, da die gegenseitige Beeinflussung von Benutzern nicht aufwändig verhindert werden muss. Die Technik der virtuellen Desktops ermöglicht eine deutliche Vereinfachung des Lifecycle-Managements eines Arbeitsplatzsystems, da die Pflege ausschließlich im Rechenzentrum erfolgt. Dort entfallen alle Herausforderungen durch schmale Netzwerkverbindungen und räumliche Trennung.

Ausgehend vom virtuellen Desktop haben Benutzer Zugriff auf ihre Anwendungen, die sowohl lokal auf dem virtuellen Desktop als auch auf Terminalservern zur Verfügung stehen können. Die Benutzerumgebung setzt sich also aus verschiedenen Techniken zur Anwendungsbereitstellung zusammen. Es entsteht die Notwendigkeit, die Einstellungen im Profil des Benutzers plattformübergreifend sowohl auf dem virtualisierten Desktop als auch auf dem Terminalserver gleichzeitig bereitzustellen.

Aufgrund der Designschwächen servergespeicherter Profile ist der automatische Abgleich der Benutzereinstellungen nur mit Lösungen für das User-Profile-Management möglich. Nur so kann der Benutzer die verfügbaren Anwendungen effizient einsetzen, da das Augenmerk nicht auf der Anpassung, sondern auf der Nutzung der Arbeitsumgebung liegt.

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