Netzkomponenten
Soft-WOC-Tests, Teil 1: Riverbed Steelhead Mobile
Schneller mit dem Notebook
17. September 2008
WAN-Beschleunigungsgeräte (WAN Optimization Controllers, WOCs) optimieren die Datenübertragung zwischen Zentrale und Zweigstellen. Applikationsnutzung und Downloads laufen damit deutlich schneller ab. Doch den mobilen Einzelanwender haben die WOC-Anbieter lange vernachlässigt. Inzwischen gibt es aber passende Software-Clients, so genannte Soft-WOCs. Nach unserer WOC-Testserie von 2007 widmet LANline den Soft-WOCs deshalb separate Tests. Den Anfang macht Marktführer Riverbed mit Steelhead Mobile.
(zoom) Für unseren Test stellte Riverbed das WOC-Modell Steelhead 1020 und einen Steelhead Mobile Controller zur Verfügung; unten im Bild die beiden Cisco-Router und rechts oben der WAN-Simulator
Häufig greifen Außendienstmitarbeiter auf zentral vorgehaltene Dokumente zu. So haben sie zum Beispiel Präsentationen zu bearbeiten, die weit in der Ferne auf einem Unternehmensserver liegen. Schon die Vorstellung, dafür über das Internet auf die Server zugreifen zu müssen, lässt manch einen schnell die Lust verlieren. Für schnellere Fernzugriffe zwischen Firmenstandorten gibt es bereits eine Lösung: Dank Beschleunigerhardware lassen sich Daten fast in LAN-Geschwindigkeit via WAN übertragen. Die mobilen Anwender mit ihren Notebooks blieben da allerdings bisher außen vor. Dies soll sich nun ändern: In den vergangenen Monaten haben einige Hersteller von WAN-Beschleunigern eifrig daran gearbeitet, auch den reisenden Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern.
Bisherige WOC-Tests:
Cisco WAE mit WAAS 4.0 beschleunigt App-Zugriffe: WAN-Turbos im LANline-Test:
www.lanline.de/kn30987938
Expand Accelerators 4920 und 6940: WAN-Doping im Testlabor:
www.lanline.de/kn31048806
Blue Coat SG 510 und SG 200: WAN-Bandbreite besser nutzen:
www.lanline.de/kn31138168
Riverbed Steelhead 1020 und 3020: Schneller via WAN auch ohne File-Cache:
www.lanline.de/kn31180747
Citrix Wanscaler 8510: WAN-Optimierer mit Licht und Schatten:
www.lanline.de/kn31259746
Juniper WXC-250 und WXC-500: WAN-Beschleuniger mit Pattern-Cache:
www.lanline.de/kn31322835
LANline-Meldungen zu Soft-WOCs:
Riverbed präsentiert Soft-WOC Steelhead Mobile:
www.lanline.de/kn31169610
Citrix präsentiert Soft-WOC:
www.lanline.de/kn31246140
Software-Client für WAN-Optimierung und Zugriffssicherheit:
www.lanline.de/kn31376927
Wie machen die das?
WOCs sind an beiden Enden einer WAN-Leitung positioniert und kommunizieren miteinander. Sie nutzen diverse Beschleunigungsverfahren, darunter Kompressionstechnik sowie Optimierungsmechanismen für das Transportprotokoll TCP und anwendungsspezifische Protokolle (siehe www.lanline.de/kn31170361). So optimieren zum Beispiel die Steelhead-WOCs von Marktführer Riverbed HTTP(S), FTP, CIFS wie auch MAPI und bieten eine Datenreduktion auf Bitmusterebene: Die Systeme segmentieren den TCP-Datenverkehr und speichern auf beiden Seiten des WANs die Bitmuster und zugehörige Platzhalter (Labels) auf ihre Festplatten. Werden Daten über das WAN auf einem Server abgerufen, vergleichen die Steelheads die angeforderten Daten mit bereits auf den Platten gespeicherten Labels. Finden sich in der angeforderten Datei bekannte Muster, übertragen die Geräte statt dieser lediglich die Labels zur Gegenstelle (so genannter „warmer“ Transfer gegenüber dem Erst- oder „kalten“ Transfer). Diese Technik geht also über reines Caching von Dateien hinaus, denn mit reinem Caching müsste eine Datei erneut übertragen werden, wenn sie verändert oder auch nur umbenannt wurde. Durch die Labeltechnik entfällt dieses erneute Verschicken, da der Inhalt einer umbenannten Datei als gleich geblieben erkannt wird. Bei Dateiänderungen müssen lediglich veränderte Bitmuster erneut übertragen werden, sonst nur die Labels.
Weitere Bilder zum Artikel
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(zoom) Tabelle 1 |
(zoom) Tabelle 2 |
(zoom) Auf dem Steelhead Mobile Controller, der Administrationseinheit für die mobilen Anwender, kann der Administrator verschiedene Parameter festlegen, mit denen er den Mobile Client an die Notebooks ausliefern möchte |
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(zoom) Riverbed bietet zahlreiche Reports, die anzeigen, wie die Steelhead-Maschinen den Verkehr beeinflussen – hier einen HTTP-Datenstrom |
(zoom) Wir testeten die Beschleunigungsleistung mit einem herkömmlichen Notebook mit 1,5-GHz-Prozessor, 512 MByte RAM und Windows XP |
(zoom) Auf dem Steelhead Mobile Controller konnten wir sehen, mit welchen Parametern wir eine MSI-Datei für das Notebook erstellt hatten |
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(zoom) Auch die mobilen Endgeräte sind auf dem WOC in der Zentrale gelistet |
(zoom) Im Endpoint Report erhält der Administrator den Überblick über die mit der Zentrale verbundenen Anwender |
(zoom) Der Mobile Client verlangte im Test nach mehr freiem Festplattenplatz |
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(zoom) Den Verkehr, der den WOC passierte, stellt die Verwaltungssoftware in einer anschaulichen Grafik dar |
(zoom) Der Mobile Client lief auch auf unserem Vista-Rechner. Im Ruhezustand verbrauchte er rund 2 MByte Arbeitsspeicher. |