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Verkabelung

Modernes Patch-Management

Verteilerfelder per RFID überwachen

Von Bernd Gerlach/jos Bernd Gerlach ist Dipl.-Wirtsch.-Ing.und Geschäftsführender Gesellschafter von TKM.

 

13. August 2009

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser -- diese Binsenweisheit trifft auch auf das Kabel-Patch-Management jedes größeren Netzwerks zu. Eine auf RFID-Funkchips basierende Lösung kommt vom Hersteller TKM aus Mönchengladbach.

 
 

(zoom) Bei genügend Chaos im Patch-Schrank ist auch der Experte vor Ort oft machtlos.

Große, strukturierte IT-Netze arbeiten heute im passiven Kabel- und Verteilerbereich oft ohne vollständige und laufende Dokumentation und Überwachung. Forderungen nach Kostenreduktion im IT-Bereich, nach erhöhter Netzsicherheit und nach schnelleren Reaktionen auf Schaltanfragen zwingen Netzbetreiber jedoch dazu, ein professionelles und überwachbares Patch-Management (PM) in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Die Vielfalt der Anwendungsbereiche, also etwa

Rechenzentren,

strukturierten Verkabelungen in Verwaltungs- und Industriekomplexen,

Campus-Anlagen wie Universitäten,

geografisch verteilten Filialnetzen und

Produktionsanlagen

erfordern von Kabel-Mangement-Systemen eine große Zahl von Systemlösungen, die bei jetzigen auf dem Markt befindlichen Techniken kaum wirtschaftlich zu realisieren sind. Dies ist auch einer der Gründe, warum Patch-Management-Systeme (PMS) bisher in nur wenigen Datennetzen zu finden sind.

Als besonders wichtiger, aber auch schwierigster Bereich sind Rechenzentren anzusehen. Die Gründe sind vielfältig: Dort gibt es sowohl LWL- als auch Kupferleitungen, eine unübersehbare Vielfalt an aktiven und passiven Geräten, oft große Entfernungen zwischen den zu schaltenden Ports, zudem schnelle Veränderungsfolgen und vielfältige Schaltgeometrien der Einzelgeräte mit Port-Zahlen von eins bis über hundert.

Selbstverständlich können gute und aufwändige Softwaresysteme dabei helfen, die Übersicht zu bewahren und Ist-Zustände zu dokumentieren. Dazu muss jedoch auch gut geschultes Personal ständig zur Verfügung stehen, um die Dokumentationssoftware laufend auf einem aktuellen Stand zu halten. Menschliche Fehler sind dabei dennoch nicht auszuschließen und lassen sich nur durch eine Kontrolle vor Ort beheben.

Ungeplante und undokumentierte Patchungen sind teuer. Wird erst vor dem Verteilerschrank gesucht, welcher freie, aktive mit welchen abgehenden Port zu verbinden ist, so vergeht dazu bei hoher Belegungsdichte einige Zeit. Bei dieser Vorgehensweise ist auch eine saubere Patch-Kabelführung im Allgemeinen nicht möglich, die Optimierung der Schaltweglänge (und damit der Patch-Kabellänge) bleibt oft vernachlässigt. Der Patch-Bereich ist mit einem Kabelgewirr überdeckt. Nicht mehr benötigte Schaltkabel werden oft nicht entfernt, blockieren aktive und passive Ports und stellen dadurch eine tote Investition dar.

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(zoom) Erstinstallationen eines modernen Patch-Managemen-Systems haben ihre Tauglichkeit bereits unter Beweis gestellt.

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