IT-Management
Test: VMware Infrastructure 3 und ESX 3.5
Virtualisierung mit hohem Reifegrad
12. Juni 2009
VMware hat die Virtualisierungsplattform auf Basis des ESX-Servers um nützliche Funktionen erweitert. So lassen sich virtuelle Server mit Storage VMotion nun auch zwischen verschiedenen Speichersystemen verschieben. Mit der Embedded-Version 3i fügt der Administrator neue Server schnell zu einer ESX-Farm hinzu.
(zoom) Virtual Infrastructure 3 besteht aus dem ESX Server 3.5 sowie dem Virtual Center 2.5 und bietet im Vergleich zur Vorgängerversion zahlreiche neue Funktionen.
Mit VMware Infrastructure 3 hat der Marktführer die Messlatte im Wettstreit um die leistungsfähigste Server-Virtualisierungsplattform höher gelegt. Die Lösung besteht aus dem ESX Server 3.5, der Embedded-Version ESX 3i sowie dem Virtual Center 2.5 für die zentrale Verwaltung von ESX-Hosts und virtuellen Servern. ESX 3.5 kann nun bis zu 128 GByte RAM pro ESX-Host und bis zu 64 GByte RAM pro virtuellem Server nutzen. Bei den LAN- und SAN-Schnittstellen unterstützt die Plattform nun auch 10 Gigabit Ethernet, Jumbo Frames, Infiniband und NPIV (N-Port ID Virtualization).
Für den LANline-Test wurde eine bestehende ESX-3.0-Plattform mit zwei ESX-Hosts auf die neuen Softwareversionen aktualisiert. Ein Update von Version 2.x auf 3.5 ist ebenfalls möglich. Im ersten Schritt wurde Virtual Center 2.5 installiert. Wer Virtual Center 2.0 bereits mit einem Microsoft SQL Server nutzt, kann diesen weiterhin verwenden. Die bisher für kleine Testinstallationen mitgelieferte MSDE-Datenbank wird nicht mehr unterstützt. VMware hat sie durch die SQL 2005 Express Edition ersetzt.
Der vorhandene VMware-Lizenzserver wurde für die neue Plattform übernommen. Die Aktualisierung des Virtual Centers auf Version 2.5 verlief ohne Probleme. Sobald sich ein Virtual-Center-Client das erste Mal am Server anmeldet, wird seine Software automatisch auf die neue Version gehoben.
Dann wurden die beiden ESX-Server aktualisiert. Am einfachsten geht dies mit der Installations-CD. Der Administrator kann zwischen Upgrade und Neuinstallation wählen. ESX-Server lassen sich auch über eine Netzwerkfreigabe installieren. Im Test wurde der vorhandene ESX-3.0-Server auf Version 3.5 aktualisiert.
Embedded-Version 3i
VMware bietet mit ESX 3i auch eine 32 MByte schlanke Embedded-Version des ESX-Servers an, die sich in einem Flash-Chip direkt auf dem Motherboard von Servern integrieren lässt. Dies vereinfacht das Hinzufügen weiterer Server zu einer ESX-Farm deutlich. Der Administrator muss beim Booten des Servers lediglich die ESX-Option auswählen und die Netzwerkeinstellungen konfigurieren, schon reiht sich der neue Server in die ESX-Farm ein und lässt sich per Virtual Center verwalten. Sämtliche Grundeinstellungen kann der Administrator auch remote durchführen. Um mit 3i alle wichtigen Funktionen nutzen zu können, hat VMware Teile der Service-Konsole in den VMkernel integriert. Der 3i-Server benötigt keine lokalen Festplatten und lässt sich mit wie auch ohne VT-Support nutzen. Der Code von 3i basiert auf ESX 3.5. Die meisten großen Server-Hersteller bieten mittlerweile Modelle mit integriertem ESX 3i an. Die grundsätzliche Funktionsweise des ESX 3i Servers testeten wir mithilfe einer bootfähigen USB-Stick-Version, die aus einem Notebook im Handumdrehen einen ESX-3i-Server machte.
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(zoom) VI 3 enthält einen Update-Manager, mit dem sich sowohl ESX-Server als auch virtuelle Server von zentraler Stelle aus patchen lassen. |