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IT-Management

Praxistest VMware View 3

Virtuelle Desktops schnell erzeugen

Von Johann Baumeister/wg

 

29. Juni 2009

Unter der Bezeichnung „View 3“ erneuert VMware seine Lösung für die Desktop-Virtualisierung. Das Toolset, ehemals als VMware VDI (Virtual Desktop Infrastructure) bezeichnet, ermöglicht den zentralisierten Betrieb von Desktops als virtuelle Instanzen im RZ.

 
 

(zoom) VMware View hilft durch Assistenten bei der Erstellung und Verwaltung der virtuellen Desktops, von denen Vmware vier Varianten bietet.

Mit View 3 will Virtualisierungsspezialist VMware den schnellen Aufbau und die Verwaltung virtueller Desktops vereinfachen. Mit „Desktop“ ist hier die Betriebssystemumgebung samt Applikationen gemeint, nicht das physische Endgerät. Mit VMware View erhält der Anwender per Fernzugriff seinen gewohnten Windows-Desktop als Arbeitsumgebung, dessen Betrieb und Verwaltung allerdings sind zentralisiert.

Beim Starten eines virtualisierten Desktops (Hosted Virtual Desktop, HVD) wird dessen Image auf einer zentral bereitgestellten Rechnerhardware mittels ESX-Server als virtuelle Maschine (VM) ausgeführt. Per Remote-Access-Technik erhält der Anwender dann Zugang zu „seinem“ Desktop. Gelagert werden diese Desktop-Images auf zentralen Speichersystemen im Unternehmensnetz.

Thin Clients als Endgeräte

Als Benutzergerät kommen sowohl Thin Clients als auch mobile Geräte oder traditionelle PCs in Frage. Dies erlaubt dem Anwender den Zugriff auf seinen Desktop und die entsprechenden Anwendungen auch von unterwegs oder einem anderen Standort aus.

VMware bietet View in zwei Varianten: als Enterprise-Edition und Premier-Edition. Zum Umfang der Enterprise-Edition gehören die Virtual Infrastructure (VI) Enterprise-Edition und der View Manager 3. Der View Manager kümmert sich dabei um den Zugang des Anwenders von seinem Endgerät zum Desktop. Er agiert somit als Connection Broker zur Verwaltung der Benutzerzugriffe.

Die Premier-Edition umfasst zudem Thinapp zur zentralen Bereitstellung virtualisierter (gestreamter) Applikationen sowie den View Composer. Dieser dient der Verwaltung von Linked Clones zur Reduktion des Speicherplatzbedarfs. Das Verfahren beruht darauf, die Basis eines Desktop-Images nur einmal abzulegen und lediglich die individuellen Bestandteile eigenständig und separat zu speichern.

Zu den Basissystemen für eine View-Testumgebung gehören in jedem Fall der ESX- Server und ein weiterer Rechner, auf dem die Verwaltungskonsole Virtual Center (inzwischen umbenannt in Vcenter) installiert wird. Auf diesem Rechner wird außerdem der View Composer eingerichtet. Auf diesen greift dann der View Manager zu.

Weitere Bilder zum Artikel

(zoom) Nach der Erstellung des virtuellen Desktops wird dieser in die Konsole des View-Administrators eingeblendet und dort verwaltet.

(zoom) Bei Lösungen wie View 3 reicht ein Thin Client – im Bild der Igel One – als Endgerät für den Zugriff auf den virtualisierten Desktop.

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