IT-Management
Praxistest Propalms TSE 6.0
Windows-TS-Veredelung
30. Juli 2009
Microsofts Terminal-Server (TS) erfreuen sich bei Administratoren großer Beliebtheit. Die Vorteile einfacher Bereitstellung, zentraler Verwaltung und Konzentration der Rechenleistung im RZ sind für IT-Profis so überzeugend, dass sie die Nachteile der Terminaltechnik in Kauf nehmen. Propalms TSE ist eine TS-Erweiterung, die viele Nachteile ausgleicht und somit den TS insgesamt aufwertet.
(zoom) Propalms TSE 6 vereint die komplette Konfiguration aller Windows-Terminal-Server ab der Version 2000 in einer einzelnen Web-basierten Konsole.
Die Terminal-Services des Windows-Servers bieten eine seit Jahren etablierte und robuste Plattform für die Bereitstellung von Anwendungen. Auch wenn es Microsoft mit der jüngsten Version der Terminal-Services unter Windows Server 2008 gelungen ist, den technischen Abstand zu Citrix‘ Xenapp-Umgebung zu verkleinern, so bleiben doch einige Punkte auf der Wunschliste der Administratoren offen. Doch Citrix ist bei der Aufwertung der Terminal-Services nicht allein: Propalms TSE bietet eine Sammlung von Verwaltungsfunktionen, die besonders bei wachsender Anzahl von Benutzern, Anwendungen und Servern eine leichtere Administration und Anpassung der Umgebung ermöglicht.
Der lange Weg zum Erfolg
Bevor jedoch TSE in der aktuellen Version 6 benutzt werden kann, gilt es, die Software zu installieren. Die Installation ist gelinde gesagt holprig, fehleranfällig und wenig durchschaubar. Bevor wir TSE 6 auf einem Windows Server 2003 in einer typischen Active-Directory-Umgebung zum Laufen brachten, war der Einsatz des Supports erforderlich. Dank der kompetenten und sehr schnellen Hilfe des deutschen Distributors Sinn war es uns dann möglich, die Software in Betrieb zu nehmen. Um es kurz zusammenzufassen: Die Informationen im „Quick Installation Guide“ sind so unzureichend, dass es nicht funktioniert. In den Tiefen der Komponenteneinstellungen von Windows sind Rechte anzupassen, ohne die das Programm nicht bedienbar ist. Statt stimmige Fehlermeldungen auszugeben, liefert die Oberfläche nur allgemeingültige Dialogtexte wie „Access denied“. Die angebotene Installation auf einem Terminal-Server außerhalb einer Windows-Domäne gelang auch mit Hilfe des Supports nicht.
Neben der Software selbst bedarf es eines aktivierten IIS (Internet Information Server) und einer Microsoft-SQL-Server-Datenbank in der Version 2000 oder höher. Die derzeit gebräuchlichen Laufzeitumgebungen wie Dotnet Framework 2.0 finden sich ebenfalls auf der Soll-Seite. Explizite Vorgaben zur Hardware macht die Software nicht – die Anforderungen ergeben sich aus den integrierten Terminal-Servern, die auf Basis von Windows 2000, 2003 oder 2008 arbeiten können. In einer Umgebung mit mehreren Terminal-Servern ist auch eine Mischung verschiedener Windows-Versionen möglich, sodass die Verwaltungsoberfläche für alle Systeme identisch ist.
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(zoom) Durch Seamless Windows erscheinen Applikationen auf dem TS einem Anwender als ganz normale lokale Anwendungen. Selbst eine Zuordnung der Dateinamenerweiterung ist mit Propalms TSE leicht möglich. Dies erhöht die Akzeptanz bei der Anwenderschaft nachhaltig. |
(zoom) Bei der Zuordnung von Applikationen ist der Administrator bei Propalms nicht gezwungen, in den Tiefen der Dateipfaden zu suchen. Ein virtuelles Startmenü vereinfacht die Bereitstellung von TS-basierten Programmen. |