Cisco erweitert das Service-Portfolio um sogenannte „Predictive Services“ (auf Deutsch etwa: „voraussagende Dienste“). Diese Dienstleistungen nutzen laut Cisco-Bekunden künstliche Intelligenz (KI), um IT-Fehler vorherzusagen, Risiken zu vermeiden und Wartungskosten zu reduzieren. Angesichts des vorherrschenden Personalmangels in vielen IT-Abteilungen sollen die neuen Angebote helfen, Kompetenzlücken zu schließen.

Cisco unterscheidet bei seinen Service-Angeboten zwischen drei Arten von Dienstleistungen:
1. Die „Foundational Services“ (grundlegenden Dienste) sind produktbezogen. Sie umfassen Software-Support ebenso wie die „Smart Net Total Care“-Dienstleistungen.

  1. Als „High-Value Services“ (hochwertige Dienste) bezeichnet der IT-Ausrüster Lösungs-Support und die Netzwerk-Service-Programme TS Advantage, SP Advantage und Cisco Managed Services.
  2. Die oberste Stufe bilden „Business Critical Services“ rund um Analyse, Automation, Compliance und IT-Sicherheit (siehe Bild).

Business Critical Services nutzen die Kompetenz der Experten von Ciscos „Advanced Services“-Truppe. Ziel ist der Aufbau einer sicheren, effizienten und agilen IT-Umgebung. Business Critical Services sollen helfen, menschliche Fehler zu vermeiden, und damit den Mehrwert der eingesetzten Produkte und Lösungen steigern.

Teil des Angebots ist ein sogenanntes „Guten-Morgen-Dashboard” mit Angaben zu Dienstgüte, Richtlinienverstößen und dem Status der automatischen Behebung, zudem liefere es Angaben zu automatischen Compliance-Audits.

Bei den Business Critical Services nutzt Cisco laut eigenem Bekunden maschinelles Lernen (Machine Learning, ML), indem man die unternehmensspezifischen Konfigurationen mit tausenden bekannten, funktionierenden Konfigurationen abgleicht. Dies soll helfen, Probleme zu entdecken, bevor sie sich auf das Geschäft auswirken.

Cisco betont, man werde im Rahmen der Service-Portfolioerweiterung auch die Partner bei der Bereitstellung umfassender Kundenlösungen unterstützen.

Weitere Informationen finden sich unter www.cisco.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist Stellv. Chefredakteur der LANline.