Die Vitalwerte des Rechenzentrums zu überwachen und zu analysieren, ist mittlerweile ein Muss für alle RZ- und Facility-Manager, die die Lasten in ihrer Umgebung optimal verteilen, Energieeinsparpotenziale ausschöpfen und sichere sowie Wohlfühl-Umgebungsbedingungen für ihre aktiven Komponenten schaffen wollen. Aber gerade in Bestandsrechenzentren fehlen häufig die dafür erforderlichen Monitoring-Systeme. Diese müssen daher mit einigem Installations-, Verkabelungs-, Einrichtungs- und viel Zeitaufwand nachgerüstet werden.

Die Techniker hantieren folglich oft mit proprietären Lösungen für das Monitoring von Strom- und Umgebungsparametern sowie für die Überwachung von leckagegefährdeten Bereichen. Die Verwaltung der einzelnen Module lässt sich in der Regel nicht einmal über ein gemeinsames Management-Tool ausführen. Für diejenigen, die sich hier viel Arbeit, Mühen und Frust ersparen möchten, empfiehlt es sich, einmal ein ganzheitliches Überwachungssystem namens Packet Power genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese über Daxten erhältliche Lösung setzt auf einer Funktechnik auf, macht daher laut Hersteller umständliche Verkabelungs- und Konfigurationsarbeiten überflüssig und führt alle genannten Monitoring-Funktionen auf nur einer Systemebene zusammen.

Mit dem jüngst vorgestellten Sensormodul zur Detektion von Wasserleckagen zeigt sich das funkgestützte Packet Power Monitoring nun um einen wichtigen Baustein erweitert. Ab sofort lassen sich neben Stromwerten und Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchte und Differenzdruck auch von Leckagen bedrohte Areale im Rechenzentrum zuverlässig überwachen: Sobald die Sensoreinheit in Kontakt mit Wasser kommt, ertönt sofort ein akustischer Alarm, und über das systemeigene EMX-Management-Tool oder eine beliebige BMS- oder DCIM-Anwendung werden automatisch Warnmeldungen versendet und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dies verhindert, dass der anfängliche Wassertropfen zu einer Flutwelle im Rechenzentrum anschwellen kann.

Komplettiert wird die Monitoring-Familie durch Funkmessmodule, die die Stromwerte, wie etwa Volt, Ampere, Watt, Stromverbrauch, Frequenz, Leistungsfaktor, Scheinleistung und Verbrauchsspitzen, auf jeder Verteilungsebene (Raum, Abzweigung, Rack, PDU, IT-Gerät) erfassen.

Die mit einer Abmessung von 50mm x 50mm sehr kompakten Funkmessmodule mit der Bezeichnung E300 und E302 eigenen sich besonders für die Installation an Rack-Türen. Jedes Modul verfügt über interne Sensoren für Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

 

Der Clou aller Funkmessmodule besteht laut Daxten nun darin, dass diese untereinander nicht verkabelt sind, sondern sich nach der Aktivierung selbsttätig konfigurieren, ein vermaschtes Funknetzwerk bilden und automatisch ihre Messtätigkeit aufnehmen. Die Messdaten werden weiter per Funk an ein System-Gateway übertragen, das die Daten per SNMP oder Modbus TCP/IP über das EMX-GUI oder über BMS- und DCIM-Anwendungen von Drittherstellern verfügbar macht. RZ- und Facility-Experten haben so alle Stromwerte und Umgebungsparameter stets sicher im Blick, können Lasten optimal verteilen, Temperatur, Feuchte und Druck an den Racks perfekt einpegeln sowie Leckage-Risiken minimieren.

Detaillierte Informationen sind auf www.daxten.com/de/ erhältlich.

 

 

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.