Cloudbyte, ein 2011 von einem Team von Enterprise-Storage-Entwicklern gegründetes Unternehmen mit Hauptsitz in San José, hat mit Elastistor 2.0 die zweite Version seiner SDS-Lösung (Software-Defined Storage) auf den Markt gebracht. Neben einer neu entwickelten Administrationsoberfläche hat der Hersteller nach eigenem Angaben unter anderem die Wiederherstellung von Festplatten verbessert. Auch unterstütze die Software nun WORM (Write Once Read Many).

Elastistor soll die Speicherbereitstellung in Unternehmen und bei IT-Dienstleistern, die für Kunden Daten hosten oder Storage verwalten vereinfachen. Anwendungsfälle seien unter anderem Private-Cloud-Implementierungen sowie große Backup- und Archivierungsprojekte. Administratoren können mit Elastistor wichtigen Applikationen gezielt IOPS, Durchsatz und Latenz zuordnen (Quality of Service, QoS), so Cloudbyte. Dabei basiere die Software auf dem Dateisystem ZFS, biete freie Wahl bei der Speicherhardware und automatisiere Migrationen sowie Hardware-Upgrades. Administratoren sollen die durch Elastistor erstellten Virtual Storage Machines im laufenden Betrieb ohne Downtime auf neue Hardware, Speicherknoten oder in andere Rechenzentren verschieben können.

Zu den neuen Funktionen der aktuellen Version Elastistor 2.0 zählt der Hersteller unter anderem:

  • Eine neue Administrationsoberfläche: Die neu entwickelte GUI spare Speicheradministratoren Zeit und gebe ihnen detailliertere Informationen bei der Konfiguration und Überwachung der QoS-Richtlinien. Diese können nun besser auf Lese- und Schreibraten, Blockgrößen und andere Nutzungsmuster reagieren, so der Hersteller.
  • Wiederherstellung von ausgefallenen Festplatten: Die Lösung reduziert die Wiederherstellungszeit bei Festplattenausfällen nach Angaben von Cloudbyte um 90 Prozent. Elastistor 2.0 minimiere zugleich das Risiko, dass die Latenz einer einzigen Festplatte die Leistung des gesamten Speichersystems beeinträchtigt. Damit gleiche die Software zwei Nachteile von ZFS-basiertem Speicher aus.
  • Optimierung für All-Flash: Zahlreiche Optimierungen für aktuelle Hardware sollen unter anderem für eine höhere Leistung bei der Verwendung von All-Flash-Speicherhardware sorgen. Dank Multi-Threading profitieren Anwender, so der Hersteller, zudem von einer besseren Leistung, wenn eine große Zahl von Sessions parallel laufen, die via NFS auf Dateien zugreifen.
  • Hochverfügbarkeit: Die Lösung virtualisiere außerdem den Storage Controller vollständig und automatisiere damit die unterbrechungsfreie Datenmigration auf andere Hardware.

Mit Elastistor 2.0 hat Cloudbyte auch die zwei neue All-Flash-Appliances angekündigt, die Storage-optimierten Flash-Speicher von Micron nutzen. Die Appliances sollen sich besonders für Szenarien eignen, in denen eine hohe Kapazität an Flash-Speicher sowie eine hohe Speicherdichte benötigt wird.

Weitere Informationen finden sich unter www.cloudbyte.com.

Administratoren können mit Elastistor wichtigen Applikationen gezielt IOPS, Durchsatz und Latenz zuordnen. Bild: Cloudbyte

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.