In 30 Minuten zum Social Network
Das aus dem russischen Kaliningrad stammende Softwarehaus Bitrix bietet mit Intranet Portal 9.0 eine Out-of-the-Box-Lösung zur Erstellung von Intranets mit allen Elementen für das Social Networking. Im Vergleich zu den Konkurrenzangeboten ist Intranet Portal nach der Installation sofort einsatzbereit, ohne dass man viele Einstellungen vornehmen müsste. Bitrix positioniert die Software für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen.
Bei einer aus Russland stammenden Software besteht zunächst die Sorge, dass die Kommunikation im Support-Fall schwierig ist. Diese Bedenken sind bei Bitrix glücklicherweise unbegründet. Der deutschsprachige Support wird in erster Linie via Ticketsystem abgewickelt. Durch das indirekte Vertriebsmodell des Herstellers verkaufen deutschsprachige Partner die Software vor Ort. Mit über 500 Topics gibt es für das Intranet Portal eine aktive englischsprachige Community, eine deutschsprachige befindet sich laut Informationen des Herstellers im Aufbau.
Das Intranet Portal basiert auf der CMS-Lösung von Bitrix und wird in den drei Editionen "Office", "Unlimited" und "Enterprise" geliefert, die in den Kernbereichen identisch sind. Bei der Enterprise-Edition allerdings ist die Anzahl möglicher Business-Prozesse nicht auf sechs Abläufe limitiert, und Analysefunktionen zur Auswertung der Web-Seiten sind ebenfalls dieser Edition vorbehalten.
Schnelle Installation
Was die Leistungsanforderungen der Server-Umgebung angeht, so ist Bitrix Intranet Portal 9.0 ein äußerst genügsames Programm. Die Software benötigt lediglich 4 GByte Speicherplatz auf der Festplatte und 256 MByte Arbeitsspeicher. Als Alternative zur Installation auf eigenen Servern bieten Bitrix-Partner das System als SaaS (Software as a Service) an.
Das Intranet Portal läuft auf allen NT-basierten Windows-Varianten, Linux, Unix, Sun Solaris oder HP-UX. Insgesamt erfreulich einfach und zügig gehen Installation und Konfiguration vonstatten. Intranet Portal arbeitet in der Standardkonfiguration mit der kostenfreien MySQL-Datenbank und dem freien Apache-Web-Server. Beide Server-Programme installiert die Software auf Wunsch automatisch mit. Soll anstelle des MySQL-Servers eine andere Datenbanksoftware zum Einsatz kommen, so kann der Administrator in der Konfigurationsphase Oracle 10g oder Microsoft SQL 2000, SQL-Express oder höher auswählen.
Im Rahmen des Installationsvorgangs prüft der Installer die vorgefundene Umgebung noch einmal, ehe er die Konfiguration fortsetzt. Alle weiteren benötigten Komponenten, beispielsweise die "Zlib Compression" und "GD Bibliothek" für PHP und die Skriptsprache selbst, spielt der Installer automatisch ein. Der komplette Vorgang dauerte in der Testumgebung auf einem virtualisiertem Windows Server 2003 knapp 30 Minuten – inklusive der Auswahl der grafischen Darstellung und der Festlegung des Farbmodells.




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