Alternative für den schnellen Datenzugriff
Die klassischen RAID-Techniken ringen heute vergeblich darum, mit der Leistungssteigerung auf der Prozessorseite mitzuhalten. Denn für CPUs sind inzwischen Schreibgeschwindigkeiten auf L1-Cache („Level 1“) von einer Nanosekunde, von zehn Nanosekunden auf L2-Cache und 100 Nanosekunden zum Hauptspeicher normal. Dies ist jedoch signifikant schneller als die zehn Millisekunden Schreibgeschwindigkeit zu Tier-1-Speicher oder die 20 Millisekunden zu Tier-2- und Nearline-Speicher. Dort ergeben sich folglich Latenzzeiten, die bis zum Faktor 100.000 höher liegen. Die Explosion von Datenmenge und Datenstrom im Netzwerk bringt traditionelle RAID-Storage-Infrastrukturen dabei an ihre Grenzen. Es entsteht ein Flaschenhals, der die Geschwindigkeit von Applikationen ausbremst und Organisationen hindert, ihre Daten sinnvoll zu nutzen.
Die Engpässe bei den Datenraten für unternehmenskritische Applikationen sind Grund genug, sich mit dem Thema RAID und dessen neuester Entwicklungsstufe genauer zu befassen. Für viele Beobachter stehen heute Solid State Drives (SSDs) oben auf der Liste, wenn es darum geht, die eklatante Lücke zwischen Prozessor- und Speicherleistung zu schließen. Für SSDs sprechen im Vergleich zu traditionellen Festplatten vielfach kürzere Zugriffszeiten, höhere Datentransferraten, geringere Latenzzeiten und eine konstantere Leseleistung. Aufgrund der hohen Preise ist der Austausch der gesamten Speicherarchitektur mit SSDs jedoch unmöglich. Folglich würde eine ökonomisch vertretbare Alternative darin bestehen, die performante und stromsparende Flash-Technik, auf der SSDs basieren, an geeigneterer Stelle in die IT-Infrastruktur zu integrieren.


