Android-Malware: Bösartige Apps vermehren sich immer weiter

Trend Micro sieht seine Prognosen vom letzten Jahr zu schädlichen Apps bestätigt
Android-Malware: Bösartige Apps vermehren sich immer weiter
geschrieben von LANline/sis am 03.07.2012

Als Trend Micro Ende vergangenes Jahr davor warnte, dass die Zahl der mobilen Schädlinge für Android-Geräte exponentiell auf über 100.000 bis Ende 2012 wachsen können, mögen manche den Kopf geschüttelt haben. Doch leider scheint sich diese Einschätzung bislang zu bestätigen. So verdoppelte sich die Zahl der bösartigen Android-Apps allein im Juni von 10.000 auf 20.000.

Seite 1 / 2

Mehr zum Thema:

Drive-by-Downloads erreichen Android

Cloud-Desktop auch für Android 4.0

Antivirus-Experte klärt Smartphone-Nutzer über Gefahren auf

Malware zielt auf Mobilgeräte

Mobile Mitarbeiter bereiten Unternehmen mehr Sorgen als Facebook

 

 

Die Geschwindigkeit, mit der täglich neue mobile Bedrohungen im Internet auftauchen, nimmt weiter zu. Ende März hat die Gesamtzahl der von Trend Micro beobachteten mobilen Schädlinge für Android noch bei 5.000 gelegen. Zwei Monate später hatte sich diese Zahl verdoppelt und bereits vier Wochen später ist der Wert weitere 200 Prozent gestiegen. Ende Juni konnten die Sicherheitsexperten dann 20.000 bösartige Apps beobachten. Zudem ist dieses Wachstum nicht das größte Problem, da es angesichts des weltweiten Siegeszugs mobiler Endgeräte zu erwarten war. Gravierender ist laut Trend Micro die Tatsache, dass die Anwender sich diesen Gefahren fast schutzlos ausliefern. Allein 17 von Trend Micro in Google Play entdeckte bösartige Apps luden Nutzer mehr als 700.000 Mal herunter, bevor die Betreiber sie entdeckten und entfernten.


 

Anwender haben vor allem das Problem, legitime von bösartigen Android-Apps zu unterscheiden. Denn die Schädlinge setzen die Tarnkappe des Saubermanns auf und geben sich beispielsweise als kostenlose Version eines begehrten Spiels aus. 30 Prozent der Schädlinge nutzen diese Taktik. Auch Spionage-Apps erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese überwachen das GPS-Signal der Geräte und lesen Texte und Adressbücher aus.


 

Anders als im Fall von Apples mobilem Betriebssystem und App-Markt stellt Android ein offenes Ökosystem dar. Das bedeutet, dass das Unternehmen die weltweit entwickelten Apps nur teilweise kontrollieren kann, da die Anzahl der Drittanbieter von Online-Marktplätzen für Android-Apps steigt. Aus diesem Grund müssen Anwender selbst für ihre Sicherheit sorgen. Angesichts der aktuellen Zahlen sollte eines klar sein: Die Warnungen der IT-Sicherheitsanbietern vor mobilen Bedrohungen sind keine Panikmache und wer jetzt nicht handelt, lernt wohl nur durch Schäden, so Trend Micro.


 

Mit einem kostenlosen App-Scanner von Trend Micro sollen Anwender Schädlinge entdecken und entfernen können, wenn sie befürchten, dass ihr Gerät bereits infiziert ist. Das Tool „Housecall Mobile“ ist als kostenloser Bestandteil der Sicherheitslösung „Trend Micro Mobile Security for Android – Personal Edition“ erhältlich.


 

Seite 1 / 2



Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)

Relevante Themen (bei Interesse bitte anklicken):

 

Reaktion und Gegenreaktion

Es war ja, wie im Beitrag angesprochen, abzusehen. Poportional zur Marktgröße wird kriminell/kreative Enegie freigesetzt, die uns Anwender zur Gegenreaktion zwingen. Das Spielchen mit dem Hase und dem Igel ist in vollem Gange.

 

Wir Anwender müssen das Ganze ausbaden: Betriebssystemupdates am laufenden Band, Abwehrsoftware installieren und mit permanenten Akualisierungen warten. Und gaaaaanz viel Vorsicht walten lassen beim Herunterladen von Apps und sonstigen Anwendungen oder Spielen.

 

So ganz nebenbei bekommen dadurch die BYOD-Gegner unter den firmeninternen Administratoren Wasser auf die Mühlen. Anstelle Kollegen die Freude an mitgebrachten mobilen Geräten zu verstärken und damit deren Motivation, Produktivität und Flexibilität ein Stück weit zu erhöhen, werden wieder zeitraubende Graben- und Glaubenskämpfe ausgefochten.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass das kreativ- neugiereige Element bei den Tüftlern von Schadsoftware die Hauptmotivation ausmacht. Die Auswirkungen wären dann zwar noch immer lästig, aber es würde  wenigstens wenig Schaden angerichtet.

Eigene Bewertung: Keine