Apple IOS 7 und der MDM/MAM-Markt

Fragen an Ralf Gegg, Director EUC CEMEA bei VMware
Apple IOS 7 und der MDM/MAM-Markt
geschrieben von LANline/Dr. Wilhelm Greiner am 02.09.2013

Für den Herbst hat Apple sein neues Mobilgeräte-Betriebssystem IOS 7 angekündigt. Apples aktualisiertes Iphone- und Ipad-OS bringt für Administratoren in Unternehmen bedeutsame Verbesserungen mit, vor allem im Hinblick auf die zentrale Geräte- und App-Verwaltung (Mobile-Device- und Mobile-Application-Management, MDM/MAM) sowie für höhere Datensicherheit. LANline befragte dazu Ralf Gegg, Director End-User Computing CEMEA bei VMware. Der Anbieter verfolgt mit Horizon Mobile einen virtualisierungsbasierten MAM-Ansatz, hat aber jüngst auf seinem Blog angekündigt, kein MAM für IOS mehr anbieten zu wollen.

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Apple hat bekanntgegeben, dass die neue IOS-Version 7 neben optischen und funktionalen Neuerungen für den Endanwender auch zahlreiche Optimierungen für die zentrale Administration mobiler Geräte und Apps in Unternehmen bieten wird:

 

* Mittels Open-in-Management kann der Administrator künftig festlegen, mit welchen Apps und mit welchen Accounts sich eine Datei öffnen lässt. Damit bietet Apple künftig einen nützlichen DLP-Mechanismus (Data Leakage Prevention, Vermeidung von Datenverlusten).

* Apps lassen sich künftig so konfigurieren, dass sie beim Start automatisch mittels Per-App-VPNs auf das Unternehmensnetz zugreifen. Ein separates VPN erübrigt sich damit, die Apps sorgen „ab Werk“ für einen sicheren Netzwerkzugang.

* Unternehmenseigene Geräte können schon beim Setup automatisch im MDM des Unternehmens registriert werden. Auch die MDM-Funktionalität für Apple-Geräte wurde erweitert: Über Funk lassen sich künftig Managed Apps einrichten, individuelle Fonts installieren und Zugriffsoptionen wie zum Beispiel zulässige Airprint-Druckmöglichkeiten konfigurieren.

* Dank des „App Store Volume Purchase Programs“ können Unternehmen Lizenzen gesammelt für ihre Anwender erwerben. Endanwender können dann mit ihrer eigenen Apple-ID Unternehmens-Apps kaufen, die automatisch in das Lizenz-Management des Arbeitgebers eingebunden sind. Der Arbeitgeber muss die private Apple-ID des Arbeitnehmers dabei nicht kennen - ein sehr praktischer Mechanismus für BYOD (Bring Your Own Device).

* IOS 7 wird Enterprise Single Sign-on (SSO) für die Apps unterstützen. Dies erleichtert Anmeldevorgänge für den Benutzer und erhöht damit ebenfalls die Sicherheit.

* (Unternehmens-)Daten werden mit IOS 7 bei der Verwendung mit Third-Party-Apps automatisch verschlüsselt sein, bis der Anwender sie mit seinem Login entschlüsselt. Auch dies dient der Datensicherheit und der DLP.

 

IOS 7 wird damit manche Funktionalität heutiger MDM- oder MAM-Lösungen (Mobile-Application-Management) ergänzen - einiges davon aber auch schlicht überflüssig machen. Eine vollständige Liste der von Apple angekündigten IOS-Neuerungen findet sich unter www.apple.com/ios/ios7/business/.

 

LANline befragte dazu Ralf Gegg, den End-User-Computing-Verantwortlichen bei VMware in Deutschland:

 

LANline: Was bedeutet die Einführung von Apple IOS für IT-Organisatoren, die im Rahmen ihres IT-Managements eine MDM-Strategie verfolgen, um Endgeräte verschiedener Hersteller zu unterstützen?

 

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