A/V-Schaltzentrale für Profis
Mit Video- und KVM-Switching-Technik lassen sich heute äußerst flexible, skalierbare und gleichzeitig einfach zu handhabende A/V-Installationen realisieren. Sie erfüllen diverse Anforderungen in unterschiedlichsten Einsatzbereichen, beispielsweise bei der Realisierung von Digital-Signage-Lösungen in Kaufhäusern, Supermärkten und auf Messen, um Werbe- und Informationsinhalte zu präsentieren. In großen Multimediageschäften transportieren sie Ton- und Bildsignale auf die angepriesenen Fernseher und Monitore. Aber auch an anderen öffentlichen Orten erfüllen Produkte wie etwa die Media Matrix Solution von Aten ihre Aufgabe, zum Beispiel in Bahnhöfen und Flughäfen, Casinos, Kino-Lobbys und Kunden-Service-Centern, bei Konzerten und Sportveranstaltungen, wo ständig Informationen in Bild und Ton zu übermitteln sind. Unentbehrlich sind verlässliche Übertragungssysteme zur Überwachung in Kontrollzentren, der Verkehrsüberwachung, in Hafensicherheitsanlagen und in Transport- und Logistikzentren.
Die technische Herausforderung liegt dabei darin, die Laufzeitverschiebungen der Audio- und Videosignale in größeren Installationen zu koordinieren. Der Aufbau von Kabeln und die Gesetze der Physik führen zu diesen Laufzeitverschiebungen: Je größer der Widerstand-Kapazität-Koeffizient (R × C) ist, desto mehr Zeit benötigt das Signal, um am anderen Ende des Kabels anzukommen. Aufgrund der unterschiedlichen Längen der einzelnen Adernpaare im Kabel, die zur Übertragung der RGB-Signale dienen, werden die Bilddaten nicht synchron abgebildet. Es kommt zu einer Zeitdifferenz bei der Abbildung der Pixel und damit zu einer fehlerhaften Darstellung. Dieser Skew-Effekt kann sich als verschwommenes, unscharfes Bild und – abhängig davon, welche Adernpaare die R?, G- und B-Signale leiten – als roter, grüner oder blauer Balken am Bildrand manifestieren. Je länger die Kabel, je höher die Auflösung und je schneller die Bildwiederholrate sind, desto schlimmer fällt der Effekt aus.
Der Skew-Effekt und seine Folgen
In modernen Rechenzentren findet man heute oft Server mit hohen Video-Auflösungen von bis zu 1280 × 1024 Pixel, 1600 × 1200 Pixel und sogar 1920 × 1080 oder 1200 Pixel. Mit der stetig steigenden Anzahl von Servern kommen immer mehr Kabel mit verdrillten Adernpaare der Kategorien 5, 5e oder 6 zum Einsatz, da sie kostengünstiger und leistungsfähiger als ihre Vorgänger sind und zudem bei komplexen IT-Installationen weniger Kabelsalat verursachen. Solche Kabel können eine Länge von bis zu 305 Meter haben, sodass die Beseitigung des Skew-Problems im professionellen Einsatzbereich von zentraler Bedeutung ist.


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