Backup to Disk für Highend-Umgebungen

Test: VTL-System Quantum DXi8500
Backup to Disk für Highend-Umgebungen
geschrieben von Christoph Lange/pf am 26.05.2011
Virtual Tape Library (VTL) DXi8500 ist das Flaggschiffprodukt von Quantum für Backup to Disk mit integrierter Deduplizierung. Das System lässt sich flexibel einsetzen und unterstützt einen Mischbetrieb von VTL, NAS Shares, OST (Open Storage Technology), Path to Tape sowie die Replikation auf andere DXi-Systeme.

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Mit der Virtual Tape Library DXi8500 hat Quantum eine Backup-to-Disk-Lösung entwickelt, die laut Hersteller Sicherungsgeschwindigkeiten von bis zu 6,4 TByte pro Stunde erreichen soll. Die integrierte Deduplizierung sorgt dafür, dass die Backup-Daten deutlich weniger Speicherkapazität benötigen als die Originaldaten auf dem primären Storage-System.

Die DXi8500 lässt sich von 10 TByte bis 200 TByte nutzbarer Backup-Kapazität skalieren. Im Maximalausbau umfasst das System zwei Racks, die fast vollständig belegt sind. Gegenüber der Vorgängergeneration haben die Quantum-Entwickler die Hardwarearchitektur grundlegend überarbeitet. Das System setzt sich nun aus bis zu vier unterschiedlichen Modulen zusammen.

Die Steuerungseinheit enthält das Linux-basierende Betriebssystem mit der DXi-Software, das auch die Metadaten für das Journaling File-System „Stornext“ verwaltet. Der Ausbau der Speicherkapazität erfolgt über so genannte „Data Array“-Module, die mit redundanten RAID Controllern ausgestattet sind, sowie über „Data Expansion“-Module, deren Festplatten die RAID Controller des Data Arrays mitverwalten. Für besonders hohe Performance-Anforderungen hat Quantum ein spezielles Metadatenmodul entwickelt, das optional erhältlich ist. Dieses speichert zu allen deduplizierten Datenblöcken die Metadaten und die Indexinformationen. Die Festplatten der Datenmodule sind als RAID 6 konfiguriert. Das Metadatenmodul verwendet aus Performance-Gründen ein schnelleres RAID 1. Jedes Array verfügt über mindestens eine Hot-Spare Disk.

Für die zweite Jahreshälfte 2011 steht bei der DXi8500 eine weitere Neuerung an. Die aktuelle DXi-Softwareversion 1.4 führt lediglich eine adaptive Deduplizierung durch. Dabei werden die zu sichernden Daten zunächst in einem Disk Cache zwischengespeichert. Anschließend verarbeitet die Deduplizierungs-Engine die Daten und schreibt sie auf das Backup-to-Disk-Ziel. Die neue Version 2.0 wird künftig eine Inline-Deduplizierung durchführen. Diese dedupliziert die Daten gleich beim Einlesen und schreibt sie direkt auf das Backup-to-Disk-Ziel. Laut Quantum soll die Inline-Deduplizierung die Performance deutlich steigern.

Flexibel einsetzbares Backup-to-Disk-System

Die DXi8500 lässt sich nicht nur als Virtual Tape Library einsetzen, sondern sie unterstützt auch ein Backup to Disk auf NAS Shares. Zudem kann das System mit der von Symantec entwickelten OST-Lösung (Open Storage Technology) zusammenarbeiten. OST umfasst auch die Funktion „Direct Path to Tape“. Damit ist es möglich, virtuelle VTL-Tapes der DXi8500 direkt auf die Bänder einer physischen Bandbibliothek zu kopieren. Die genannten Funktionen lassen sich auch im Mischbetrieb einsetzen.

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