Bis zu 74 Prozent Strom im RZ sparen
Das Energy-Programm ist eine Aktualisierung des "Energy Logic"-Programms aus dem Jahr 2007, das die Fortschritte der vergangenen fünf Jahre in den Bereichen Technik und Best Practices berücksichtigt. Es zeigt unter Einbeziehung neuer Techniken und Best Practices, wie Betreiber den Energieverbrauch eines ungefähr 465 Quadratmeter großen RZs durch heute verfügbare Techniken um bis zu 74 Prozent reduzieren können.
Die Nutzung des Kaskadeneffekts ermöglicht diese Einsparungen. Dieser beschreibt, wie sich Einsparungen auf IT-Komponentenebene in den Support-Systemen verstärken. In einem Rechenzentrum mit einem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,9 generiert eine Einsparung von einem Watt beim Server-Prozessor aufgrund des Effekts eine Einsparung von 2,84 Watt auf Anlagenebene. Bei höheren PUEs sind die Einsparungen noch größer.
Der Anbieter testete den ursprünglichen Ansatz aus dem Jahr 2007 anhand eines etwa 465 Quadratmeter großen Modell-RZs. Bei den Tests für Version 2.0 erreichte Emerson Network Power nach eigenen Angaben eine noch größere Energieeinsparungen. So zeigt das Programm, wie sich der Energieverbrauch des Basis-RZs von 1.543 kW auf 408 kW senken lässt.
Weiter aktualisierte der Anbieter die zentralen Strategien, um technische Neuerungen zu berücksichtigen, wie beispielsweise Server-Komponenten mit hohem Wirkungsgrad, Modernisierung der Stromversorgungsarchitektur und des Temperatur- und Luftstrom-Managements. Zudem bezieht auch das Basis-RZ eine schnelle Einführung von Server-Virtualisierung mit ein. So ging das optimierte Test-RZ im Jahr 2007 von einem Virtualisierungsgrad von 20 Prozent aus. Im Jahr 2012 geht bereits das nicht optimierte RZ von 30 Prozent Virtualisierung aus. Ferner gelten nun Server-Konsolidierung und -Virtualisierung als einheitliche Strategie, da sie in der Regel gemeinsam erfolgen.
Durch eine Optimierung der IT- und Netzwerkarchitektur lassen sich Energieeinsparungen erreichen. Weiter berücksichtigt die Strategie das Programm DCIM (Data Center Infrastructure-Management). Dieses schafft Transparenz und Kontrolle, mit der Betreiber verschiedene Strategien nutzen können, einschließlich Energie-Management für Server, Virtualisierung, Stromversorgungsarchitektur sowie Temperatur- und Luftstrom-Management.