BYOD, CYOD, COPE – was steckt dahinter?

Transparenz im Begriffsdschungel
BYOD, CYOD, COPE – was steckt dahinter?
geschrieben von Robert Himmelsbach, Leiter Geschäftsentwicklung bei MPC Mobilservice (wg), am 04.03.2013
„To BYOD oder not to BYOD“ – diese Frage stellt sich für immer mehr Unternehmen. Während man die Abkürzung von „Bring Your Own Device“ mittlerweile als bekannt voraussetzen darf, schwirren weitere Akronyme wie „CYOD“ oder „COPE“ durch die IT-Abteilungen. Was steckt hinter den verwirrend ähnlichen Begriffen? Was spricht für oder gegen die Konzepte, und welche Aspekte müssen Unternehmen besonders beachten?

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Am Anfang schien es eine typische Win-Win-Situation zu sein: Unternehmen sparen mit BYOD teils erhebliche Kosten für die Anschaffung von Smartphones und Tablets, Mitarbeiter nutzen nur Geräte, die sie auch wirklich wollen. Doch die Folgefragen ließen nicht lange auf sich warten: Wer richtet die Geräte ein und überwacht, was auf diesen passiert? Wer leistet Support? Was ist mit der Sicherheit, was geschieht mit gespeicherten Firmendaten, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? Neben BYOD haben sich mit der Zeit weitere Ansätze und unzählige Mischformen entwickelt. Alle Spielarten erfordern vor allem eines: klare Regelungen. Im Folgenden werden die drei mittlerweile gängigen Konzepte BYOD, CYOD (Choose Your Own Device) und COPE (Corporate-Owned, Personally Enabled) am Beispiel von Smartphones und Tablet-PCs kurz vorgestellt und verglichen.
 
BYOD
Bring Your Own Device (wörtlich: „Bring dein eigenes Gerät mit“) ist das mit Abstand komplexeste Konzept und – je nachdem, wie man die Definition fasst – ein mehr oder weniger praktikables und zu empfehlendes Betriebskonzept. BYOD heißt zunächst nichts anderes, als dass ein Mitarbeiter sein eigenes privates (mobiles) Gerät auch geschäftlich nutzt – in welchem Umfang auch immer, ob mit oder ohne Wissen des Arbeitgebers. Der Begriff lässt sich jedoch feiner untergliedern.
Szenario 1: Der Mitarbeiter nutzt ein privates Gerät am Arbeitsplatz lediglich privat und gelegentlich zum (privaten) Telefonieren während der Arbeitszeit. Allerdings ist er damit eventuell auch außerhalb der Bürozeiten für den Arbeitgeber erreichbar.
Szenario 2: Der Mitarbeiter nutzt ein privates Gerät auch geschäftlich, hat dabei Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk und ruft E-Mails, Kalenderdaten und Kontakte ab. Den Mobilvertrag bezahlt der Arbeitnehmer selbst, eventuell erhält er vom Arbeitgeber einen finanziellen Zuschuss.
Szenario 3: Der Mitarbeiter nutzt ein privates Gerät auch geschäftlich, den Mobilvertrag stellt und zahlt dabei jedoch der Arbeitgeber.
Szenario 1 ist in erster Linie arbeitsrechtlich relevant und vergleichsweise leicht zu lösen: Es bedarf einer klaren, möglichst schriftlich fixierten Regelung, wie man mit Gesprächen während und außerhalb der Geschäftszeit arbeitsrechtlich umgeht. Erforderlich sind „Spielregeln“ und klare Grenzen. Sonst kann es als „Bereitschaftsdienst“ gesehen werden, wenn Mitarbeiter auf dem Privatgerät erreichbar sind, oder gar als „erweiterte Arbeitszeit“, wenn sich Anrufe und E-Mails häufen oder der Arbeitgeber eine Reaktion erwartet. Technisch ist zu prüfen und zu regeln, ob die Geräte ein vorhandenes Firmen-WLAN nutzen und entsprechende Sicherheitsanforderungen erfüllen.

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