BYOD kommt unausweichlich

Smartphone-Welle bringt Unternehmen in Zugzwang
BYOD kommt unausweichlich
geschrieben von Stefan Mutschler/pf am 30.08.2012
Smartphones stellen eine Art „persönliche Toolbox“ für ihren Besitzer dar, die sich mit Apps für nahezu jede IT-Aufgabe aufrüsten lässt. „Bring Your Own Device“ (BYOD) entwickelt sich daher mit steigender Benutzerfreundlichkeit von Smartphones und Tablet-PCs fast zwangsläufig zum Trend. Damit gerät für IT-Abteilungen ein solides Mobile-Device-Management (MDM) zur Pflicht. Entsprechende Lösungen für zentrale Verwaltung und sicheren Betrieb schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden.

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Rund zwei Dekaden nach seinem Start hat der Markt des digitalen Mobilfunks nichts an Dynamik eingebüßt – eher im Gegenteil. Waren anfangs Unternehmen wie Nokia, Ericsson (später Sony-Ericsson, inzwischen nur noch Sony), Motorola, RIM und einige weitere über Jahre hinweg sowohl technische Vorreiter als auch führende Markt-Player, hat sich mit der Generation „Post-Iphone“ alles geändert. Eine kürzlich erschienene IDC-Studie zum weltweiten Smartphone-Markt im 2. Quartal 2012 weist den südkoreanischen Hersteller Samsung als triumphalen Gewinner aus: Mit einer Steigerung der verkauften Geräte um 172,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal schoss der Elektronikriese an Apple vorbei auf eine komfortable Führungsposition, mit knapp einem Drittel Anteil am Gesamtmarkt. Noch vor einem Jahr waren die Spitzenpositionen erheblich ausgewogener auf Apple (Q2/2011: 18,8 Prozent Marktanteil, Q2/2012: 16,9 Prozent), Samsung (17,0/32,6 Prozent), Nokia (15,4/6,6 Prozent) und HTC (10,7/5,7 Prozent) verteilt. Kaum jemand hat damit gerechnet, dass Apple als Ideengeber für eine völlig neue Smartphone-Generation seine Führung so schnell und so deutlich wieder abgeben muss – genauso wie sich vor der Einführung des Iphones wohl niemand vorstellen konnte, dass „Marktdominator“ Nokia nur wenige Jahre später weit abgeschlagen auf einem wackeligen dritten Platz rangieren würde. Während sich Nokia zusammen mit Softwarepartner Microsoft und dem für Ende Oktober erwarteten Mobilbetriebssystem Windows Phone 8 wieder nach oben kämpfen will, drängen von unten mit HTC ein Taiwaner sowie mit ZTE und Huawei zwei chinesische TK-Größen ins Top-Ranking. HTC tut sich allerdings derzeit ebenfalls etwas schwer (im Jahresvergleich fünf Prozent verloren). Anders ZTE: Das Unternehmen hatte im Vergleichszeitraum mit 300 Prozent ein Wachstum, das selbst Samsung in den Schatten stellt. Ähnliches erwarten Experten für kommendes Jahr beim Hersteller Huawei, der nach ersten Geräten für das untere und mittlere Marktsegment in Kürze kraftvoll in den Highend-Smartphone-Markt einsteigen will.

 

Kampf der Plattformen

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Relevante Themen (bei Interesse bitte anklicken):

 

BYOD Herausforderung meistern

Ich bin im Zuge einer Recherche zum Thema gerade über einen Kommentar von MDM-Experte Armin Kobler gestolpert, der nicht an den Siegeszug von BYOD glaubt - aus Gründen der Sicherheit und wegen rechtlicher Differenzen. Zitat: "Ich bin überzeugt, seriöse Juristen raten von BYOD ab". Lustigerweise heißt die derzeit viel diskutierte Alternative zu BYOD ja ausgerechnet COPE (Company Owned, Personally Enabled). Mit diesem Akronym werden auch nicht alle Probleme gelöst, es könnte aber durchaus ein wenig Humor in die Diskussion um das Meistern der BYOD-Herausforderungen bringen ;o)

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und kaum schreiben alle über BYOD wird es auch schon weniger ;)

IDC hat eine Studie zur IT Sicherheit erstellt und

 

"Überraschendes Ergebnis der Studie ist sicherlich, dass BYOD offenbar ein Verfallsdatum hat. Nach Angaben der befragten Business-Entscheider bringen momentan 24 Prozent private Endgeräte verschiedener Klassen zur Arbeit mit. Für die kommenden zwei Jahre ist laut Studie mit einem Rückgang dieses Anteils auf 20 Prozent zu rechnen."

 

damit sind dann "alle" Probleme gelöst ;) obwohl, 20% sind immerhin noch 20%!

 

http://www.cio.de/bring-your-own-device/2894617/?qle=rssfeed_

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Re: und kaum schreiben alle über BYOD...

Tja, natürlich kann es sein, dass BYOD nur einer dieser Hypes mit ein- bis zweijähriger Laufzeit ist. Dies könnte im konreten Fall daran liegen, dass die jetzt noch schicken Privatgeräte in zwei Jahren auch im Unternehmen Alltag sind und viele Anwender sich dann doch wieder damit zufriedengeben, die Endgeräte gestellt zu bekommen. Ich registriere allerdings nicht nur eine hohe Erwartung der Anwender, mit dem privaten iPhone, iPad etc. produktiv arbeiten zu können, sondern zudem zahlreiche Aktivitäten auf Herstellerseite, die darauf abzielen, BYOD inklusive der nötigen zentralen Kontrolle Wirklichkeit werden zu lassen - und wenn es mal möglich ist, dann wird es häufig auch gemacht, sofern es unternehmerisch sinnvoll ist, sprich: Geld spart.

 

Die Entwicklung von BYOD wird also wohl davon abhängen, in welchem Maße erwartete Kostenersparnisse beim Client-Management eintreten - und zwar nicht auf der Basis heutiger technischer Möglichkeiten (die recht begrenzt sind), sondern auf der Basis dessen, was in ein paar Jahren möglich ist. Und in solchen Fällen habe ich insbesondere in sich dynamisch entwickelnden Marktsegmenten schon wiederholt die Erfahrung gemacht: Es ist immer wieder ein Späßchen, Analysten mit Prognosen zu konfrontieren, die sie vor zwei Jahren geäußert haben... ;-)

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wir lösen alles... Ein Problem kommt nur selten allein

prinzipiell ist es ein anderes Thema... und was ist jetzt verkehrt an dieser Diskussion bzw. wogegen soll "gegenrede" erhoben werden. Ich verstehe den gesamten Komemntar nicht. Soll es bedeuten, dass der Kommentar nicht zum Thema passt? Als ich ihn schrieb und wenn ich ehrlich bin, jetzt auch noch, fand ich, dass er sehr gut passt.

Der Schwerpunkt des Lanline Artikels handelt "nur" von den Verwaltungsfragen des BYOD Themas aber das wird am Ende sicer nicht ausreichend sein... daher mein Kommentar. Ich bin der Meinung, dass wir das "Verwaltungsthema" lösen und ehrlich gesagt, ich glaube es wird schneller gelöst als die meisten glauben. Beispiele gibt es inzwischen viele, die Software wird immer besser, der Bedarf ist da und das Geld wird investiert. Das sind alles Treiber schneller Innovationen für diese Markt... und danach werden wir zu den Themen kommen die hier schon stehen... BYOD wird mehr Herausforderungen bringen (und das sie lösbar sind... was ist denn unlösbar?)

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und wieder "nur" die Frage nach Sicherheit!

Ich verstehe, dass der Trend des "BYOD" zunächst von den Sicherheitsprofis beachtet wird aber ähnlich der Entwicklung der mobilen OS wird "im Gefolge" dieser Sicherheitsbedenken eine andere Frage kommen und das Thema noch einmal anheizen.

 

Wenn der Anwender mit seinem Endgerät Mobil sein darf, sicher mit Einschränkungen, erwartet er auch seine Unternehmensapplikationen in einer mobilen Ausgabe vorzufinden.

 

D.h., dass die Entwicklung von benutzerfreundlichen Anwenderschnittstellen (APPS) implementiert werden müssen. Eine ebenfalls aufwendige Aufgabe wird die "Performance" sein. Mobil so schnell wie Lokal... liebe IT Manager, das klingt nach netten Aufgaben der Entwicklung und der Netwerker, oder????

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Re: und wieder "nur" die Frage nach Sicherheit!

Stimme thomasbrandt zu: Die Diskussion um BYOD darf nicht auf die Frage der Sicherheit verkürzt werden. In der Tat können Endanwender heute erwarten, Business-Applikationen auch unterwegs nutzen zu können. Und in der Tat sollten Unternehmen ihre Applikationen als Mobilgeräte-Apps zugänglich machen - in einer Weise, dass selbst der BYOD-Einsatz keine Sicherheits- und Compliance-Probleme schafft (die nicht mit unternehmenseigenen mobilen Endgeräten ebenfalls bestünden).

 

Erinnert ihr euch noch an die Diskussion um die "Webifizierung" von Mainframe-Applikationen? Das Problem haben die Industrie und die Anwender jetzt wieder - nur eben in klein und mobil und "gehört nicht der Firma, sondern dem Benutzer". Es bleibt schwierig.

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Bitte nicht durcheinander bringen

Business-Applikationen lassen sich doch bereits heute schon auf "mobile" Geräte bringen, jedenfalls prinzipiell. Ob ein solches Vorgehen funktioniert, ist auch eine Frage der Netzgeschwindigkeit, da hat thomasbrandt sicher Recht, aber auch dies ist doch prinzipiell gelöst (oder lösbar). Dass sowohl persönliche als auch geschäftliche Daten und Applikationen auf einem privaten Gerät residieren, das nicht komplett innerhalb des Verwaltungspools des Unternehmens ist, ist ein prinzipiell ganz anderes Thema - und auch nicht mit den bekannten Methoden - z.B. der Webifizierung - lösbar. Freue mich auf Gegenrede :-)

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