Datensicherung am laufenden Band?
Mit Backup Tapes kann sich die IT-Abteilung selten Lorbeeren verdienen. Die Infrastruktur besteht aus Backup-Software, einem Bandlaufwerk, den Bändern selbst, geschulten Mitarbeitern, die das Backup regelmäßig durchführen – am besten außerhalb der Geschäftszeiten – und darüber hinaus aus einer Logistikkette, um die Tapes an verschiedene Aufbewahrungsorte außerhalb des Unternehmens zu transportieren. Insgesamt ein relativ hoher physischer Aufwand für digitale Daten. Wenn nichts passiert, werden all die Backup Tapes nie benötigt und die Kosten lassen sich kaum erklären.
Wenn aber tatsächlich einmal eine Wiederherstellung von Daten notwendig ist, geht die Arbeit erst richtig los. Dann erweist sich der Aufwand für das Auffinden und die Wiederherstellung einzelner Dateien oft als unverhältnismäßig hoch. Nicht selten ist das Backup veraltet oder das Band ist defekt. Selbst im besten Fall dauert eine Wiederherstellung Stunden. Der Grund: Die Tapes selbst sind robust, aber der Umgang damit ist fehleranfällig. Defekte Tapes lassen sich kaum als solche identifizieren. Zudem fallen Backups gelegentlich aus, wenn der Verantwortliche krank oder im Urlaub ist.
Das Wiederherstellen des gesamten Systems von den Tapes dauert zu lange, um wirklich von Geschäftskontinuität zu sprechen. Es wirkt geradezu anachronistisch, regelmäßig Daten mit dem Auto durch das Land zu fahren. Bei den heutigen Kosten für Bandbreite und Speicher kann geeignete Software den Prozess weitgehend automatisieren.
Speicherung auf Festplatten
In größeren Unternehmen ist mittlerweile die Speicherung der Backup Images auf Festplatten üblich. Im Prinzip könnte dies sogar auf sehr einfache Weise erfolgen: Beispielsweise kann ein Administrator eine SATA-Festplatte per USB mit den Servern verbinden und regelmäßig mit den neuesten Dokumenten synchronisieren. Nur: Der Administrator muss dann immer noch eine paar Handgriffe ausführen. Und die verwendeten Disks sind streng genommen nicht zukunftssicher, weil unklar ist, wie sie mit zukünftigen Betriebssystemen zusammenarbeiten.
Zudem bleibt bei diesem Vorgehen die Frage nach einem funktionstüchtigen Disaster Recovery offen – also der Wiederherstellung ganzer Systemzustände im Katastrophenfall, wenn Wasser, Feuer, Sabotage oder Naturereignisse die IT-Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen haben. Um die Daten auch für solche Situationen zu sichern, müsste der Administrator die Festplatte immer wieder manuell auf andere Festplatten kopieren und physisch an Aufbewahrungsorte außerhalb des Unternehmens transportieren – mit ähnlichen Herausforderungen wie bei der Archivierung von Tapes.
Backup Appliances ersetzen Tapes

