Dem Wissen um Sicherheitsprobleme folgen oft keine Maßnahmen

F-Secure: B2B-Sicherheitsumfrage
Dem Wissen um Sicherheitsprobleme folgen oft keine Maßnahmen
geschrieben von LANline/jos am 05.02.2016

Die Zahl der Cyberattacken nimmt zu, und sie bereiten Unternehmen immer mehr Sorge. Kriminelle und Saboteure entwickeln stetig bessere Infrastrukturen und bessere Werkzeuge, um sie gegen Unternehmen einsetzen zu können. Zusätzlich beginnen Länder und Regierungen damit, ihre Möglichkeiten in puncto Cyberattacken auf Unternehmen zu fokussieren, um Informationen zu sammeln. Diese Überlegungen werfen ein neues Licht auf die Wichtigkeit von Cyberattacken als echte Risiken für Unternehmen.

 

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Die Wichtigkeit dieser Gefahren ist leicht in Zahlen zu fassen. Die schiere Anzahl von Cyberattacken hat sich zwischen 2013 und 2014 um 48 Prozent erhöht und das AV-Test Institute registriert zurzeit über 390.000 neue Formen von Malware jeden Tag.

 

Dennoch ist es schwierig, den Schaden zu beziffern, den diese Gefahren unvorbereiteten Unternehmen zufügen. Die Kosten sind so hoch wie nie zuvor und eine Studie des Ponemon-Instituts hat herausgefunden, dass 65 Prozent der Befragten von viel höher entwickelten und zielgerichteten Angriffen als je zuvor berichten.

 

Es wird immer wichtiger, Firmendaten zu sichern, und die Cybersecurity-Maßnahmen werden immer essenzieller für Organisationen und Unternehmen. Zum Beispiel fand Forrester schon 2014 heraus, dass das Thema Privacy 2015 ein wichtiger Teil des Wettbewerbs zwischen Unternehmen sein würde. In einer Studie von Truste aus dem Jahr 2014 haben 60 Prozent der befragten Konsumenten ausgesagt, dass sie sich mehr Sorgen über Online-Privacy machten als im Jahr zuvor.

 

F-Secure führte 2015 eine Online-Studie in Frankreich, Deutschland, UK, Polen und den Nordics durch. Jeder der über 1.700 Befragten war ein IT-Verantwortlicher in verschiedenen Positionen in verschieden großen Unternehmen. Kernpunkt des Reports ist die Frage, wie Unternehmen sich auf die sich stetig ändernde Bedrohungslage vorbereiten, die aus immer höher entwickelten Gefahren besteht.

 

Für die meisten Unternehmen ist es immer noch wichtig, erst einmal die Grundlagen richtig zu implementieren. Die Sicherstellung eines reibungslosen IT-Workflows und guter Performance ohne Unterbrechungen ist ebenso wichtig, wie der Schutz mit Antivirus-Lösungen und Malware-Schutz. Um das in der heutigen Zeit zu gewährleisten, müssen sich Unternehmen auf andere Aspekte der IT-Sicherheit fokussieren.

 

In den Untersuchungen wurde zudem deutlich, dass IT-Verantwortliche sich darüber im Klaren sind, dass die Sicherheit von Firmendaten (Mitarbeiterdaten, Kundendaten, geistigem Eigentum und Finanzdaten) auf der Liste der Prioritäten für das eigene Unternehmen ganz oben steht.

 

Aktuelle Prioritäten sind:

 

* Sicherstellung des reibungslosen Ablaufs aller IT-Systeme und Performance ohne Unterbrechungen,

* Antivirus-Schutz und Schutz gegen andere Malware,

* Schutz gegen Angriffe auf Finanzdaten,

* Schutz gegen Angriffe auf geistiges Eigentum,

* Schutz gegen IT-Sabotage und

* Schutz gegen Diebstahlsversuche von Mitarbeiter- und Kundendaten.

 

Die meisten Befragten stimmen zu, dass Cybergefahren etwas sind, auf das sich Unternehmen vorbereiten müssen. Dennoch wird diese Erkenntnis nicht immer in konkrete Tat umgesetzt: Hoch entwickelte Schutzmaßnahmen und -Tools werden nicht großflächig genutzt, auch nicht von großen Unternehmen.

 

 

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