Der Arbeitsplatz der Zukunft ist individuell

Future IT-Kongress von Appsphere in Ettlingen
Der Arbeitsplatz der Zukunft ist individuell
geschrieben von LANline/Dr. Wilhelm Greiner am 28.11.2014

Am 26. November lockte das Software- und Cloud-Consulting-Haus Appsphere mit seinem „Future IT-Kongress“, der zum fünften Mal stattfand, rund 100 Teilnehmer nach Ettlingen. Im Fokus standen diesmal moderne Arbeitsstile. Zu den Highlights zählten die Präsentationen von Dr. Stefan Hellfeld vom Forschungszentrum Informatik (FZI) sowie ein CxO-Roundtable mit Prof. Michael Rotert, dem Empfänger der ersten E-Mail in Deutschland.

Seite 1 / 2

In der Auftakt-Keynote zum Kongresstag diskutierten Appsphere-Vorstand Frank Roth und sein Kollege Frank Kresse die Frage: „Moderne Arbeitsstile: Segen oder Fluch?“ Bei Appsphere geht man davon aus, dass Technologie künftig für die Weiterentwicklung der Unternehmen bestimmend sein wird. Jedes deutsche Unternehmen müsse deshalb eine „digitale Agenda“ entwickeln - allerdings eine Gesamtagenda, nicht eine pro Abteilung, so Frank Roth. Das Wertschöpfungspotenzial stecke im Gelingen dieser „digitalen Transformation“ eines Unternehmens.

 

Beim Arbeitsplatz der Zukunft gehe es dabei längst nicht nur um mobile Geräte, wie Frank Kresse betonte. Der Arbeitsplatz müsse benutzerzentriert sein. Dafür benötige man neue Werkzeuge, denn insbesondere der problematische Aspekt der Bedienbarkeit („Usability“) sei hier entscheidend.

 

Die Veranstaltung konzentrierte sich auf drei konkurrierende Perspektiven: Der Anwender, so Appsphere-Chef Roth, wünsche sich eine einfache Nutzung und effizientes Arbeiten, der IT-Verantwortliche benötige Beherrschbarkeit und Sicherheit, das Management wiederum Wirtschaftlichkeit und Compliance.

 

Die Fach- und Produktvorträge des Tages - zu den Sponsoren zählten Microsoft und ASG ebenso wie Acronis, Citrix, Thin-Client-Größe Igel und Netapp - unterteilten sich im Folgenden dementsprechend in Management-, IT- und Anwender-Tracks. Um diese drei Aspekte unter einen Hut zu bringen, so die beiden Keynote-Sprecher, sei eine methodische Ermittlung der digitalen Reife inklusive Benchmarking ein wichtiges Hilfsmittel.

 

Anschließend bot der Vortrag von Dr. Stefan Hellfeld, dem Leiter des „FZI House of Living Labs“, zur Zukunft des IT-Arbeitsplatzes das Highlight des Veranstaltungstags. Mit Blick auf altbekannte Arbeitsumfelder wie etwa Callcenter, bei denen Arbeitsplatz und -zeitraum klar definiert sind, prophezeite der Forscher eine Zukunft, in der diese klaren Definitionen abhandengekommen sind.

 

Auf dem Weg dorthin werde die IT-Affinität der Mitarbeiter das entscheidende Kriterium sein. Ein großes Problem bestehe darin, dass die Arbeitsnehmer auf dem Weg zu höherer IT-gestützter Produktivität besser begleitet werden müssten. Denn eine geringe emotionale Bindung des Arbeitsnehmers an seine Arbeit bedeute: Sein Potenzial ist nicht nutzbar.

 

Als wichtige Facette des künftigen Arbeitsalltags hob Hellfeld Erkenntnisse von Intel hervor, dass es künftig weniger physische Mobilität geben werde. Flexiblere Systeme seien deshalb gefragt - zum Beispiel Systeme, die unterwegs ein Arbeiten im Stau ermöglichen.

 

Seite 1 / 2



Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)