Der neue Netzwerkatlas

Adrem Netcrunch 5 im Test
Der neue Netzwerkatlas
geschrieben von Dr. Werner Degenhardt/dp am 26.06.2008
Netcrunch 5 ist eine neue Auflage des bekannten Netzwerkmonitors von Adrem. Das Programm kann alle Ansprüche befriedigen und unterstützt Adminstratoren mit wenig Zeit durch Wizards und durchdachte Voreinstellungen.

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Netcrunch 5.0 ist ein Werkzeug zur Netzwerküberwachung und warnt den Administrator, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Der Hersteller Adrem Software stellt sich vor, dass kleine und mittlere Unternehmen das Tool auf einem Windows Laptop, einem Arbeitsplatzrechner oder einem Server installieren und mit wenig Aufwand Netzwerke beliebiger Größe überwachen.

Tatsächlich ist die Installation der Windows-Anwendung Netcrunch 5 ein Kinderspiel. Es besteht aus einer Serverkomponente und einem Client. Der Server kann als Windows-Anwendung oder -Dienst installiert werden. Der Client empfängt auf einem beliebigen Arbeitsplatzrechner Netcrunch-Alarme und besitzt eine Webschnittstelle, über die der Administrator sich alle Ereignisse detailliert ansehen kann.

Netcrunch stellt das Netzwerk in verschiedenen Sichten dar, überwacht dessen Komponenten und deren Dienste nach bestimmten Regeln und schlägt Alarm. Ferner erzeugt es über einen festgelegten Zeitraum Reports über das Verhalten des Netzwerks und seiner Komponenten und Dienste.

Das Tool unterscheidet sich von seinen Mitbewerbern durch seine Ausrichtung auf die grafische Darstellung des Netzwerks. Tatsächlich kann das Programm ohne grafische Darstellung des Netzwerks nicht benutzt werden. Denn Netcrunch 5 fasst Netwerkkomponenten (Nodes) in Karten (Maps) zusammen, die wiederum in einem Atlas zusammengefasst sind.

Wer keine Erfahrung mit Netcrunch hat, sollte mit dem „Demonstration Atlas“ beginnen und die grundlegenden Konzepte der Benutzerführung üben. Es besteht sonst die Gefahr, dass er von der Fülle der Möglichkeiten und Informationen der Anwendung überwältigt wird.

Netcrunch legt nahe, dass der Anwender einen neuen Atlas mit dem „Discovery Wizard“ automatisch bevölkert. Hierzu verwendet das Tool eine Reihe vernünftiger Voreinstellungen und entdeckt in den angegebenen IP-Subnetzen alle Knoten sowie die Dienste http, https, ftp, SNMP, DHCP Server, DNS, MSSQL, MySQL, POP3, SMTP, SSH und WINS. Neben ICMP Ping unterstützt Netcrunch auch noch andere Methoden für das Aufspüren von Geräten. Dazu zählen zum Beispiel:

Scannen von Windows-Domänen und -Arbeitsgruppen,

Suche nach Geräten mit aktiven SNMP-Agenten (Simple Network Management Protocol) nach Maßgabe von benutzerdefinierten SNMP-Profilen,

WINS (Windows Internet Name Service) oder NBNS (NetBIOS Name Service),

Scannen von Novell-Edirectory-Containern nach den dort enthaltenen Geräten.

Auch Edirectory und VMs

Dass ein Netzwerkmonitor in Novells Edirectory nach Geräten suchen kann, ist unüblich und geht auf die historischen Wurzeln von Adrem als Hersteller von Netware-Werkzeugen zurück. Ebenfalls unüblich und genauso erfreulich ist die Tatsache, dass er virtuelle Maschinen als Netzwerkgeräte findet und in die Liste mit aufnimmt. Der Monitor benutzt für die Entdeckung von Geräten und Services die Adrem Itools, die sich in der Branche einen Namen gemacht haben.

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