Desktop-Virtualisierung mit Potenzial
Mit Version 4 weitet VMware die Einsatzmöglichkeiten seiner Desktop-Virtualisierungslösung View deutlich aus. Die virtuellen Desktops lassen sich flexibel konfigurieren und sogar offline nutzen. Funktionen wie das Zugriffsprotokoll PC over IP, Multi-Monitor-Unterstützung, USB-Anbindung und Drucker-Support machen den virtuellen Desktop zu einem (fast) vollwertigen PC-Arbeitsplatz.
Kaum hat die Servervirtualisierung in den Unternehmen Einzug gehalten, steht schon die nächste Konsolidierungswelle bevor. Die zentrale Bereitstellung von virtuellen Desktops und PC-Anwendungen soll die Kosten für den Betrieb der PC-Infrastruktur deutlich reduzieren. Dazu kommt dieselbe Technik wie bei der Server-Virtualisierung zum Einsatz, jedoch ergänzt um zusätzliche Komponenten für die Anwendungsvirtualisierung sowie für einen möglichst leistungsfähigen Zugriff der Benutzer auf gewohnte PC-Funktionen wie USB-Geräte, Drucker und Multimediainhalte.
Vsphere als Basis für Desktop-Virtualisierung
Für die LANline ist der Beginn dieser zweiten Virtualisierungswelle der Anlass, mit einer Testreihe die Praxistauglichkeit der angebotenen Lösungen zu untersuchen. Den Anfang macht der Virtualisierungspionier VMware mit der Desktop-Virtualisierungssuite View 4. Als Basis für die Bereitstellung der virtuellen Desktops verwendet VMware die aktuelle hauseigene Virtualisierungsplattform Vsphere 4.
Die LANline-Testumgebung bestand aus zwei V-Host-Servern mit ESX 4, einem Datacore-Sanmelody-Server als iSCSI Storage Target sowie einer VMware-Workstation, auf der die Funktions-Server als virtuelle Maschinen liefen. Dazu zählen ein Windows-Domänen-Controller, der Virtual-Center-Server, der View-Server als Connection Broker sowie ein Windows-XP-Client für die Erstellung der Master-Images. Für den Test der Client-Zugriffe kamen zudem zwei Thin Clients von Wyse zum Einsatz: ein V10L mit Wyse Thin OS sowie ein C90LE mit Windows XP Embedded und vorinstalliertem View-Agent.
View 4 ist als Enterprise oder als Premier Edition erhältlich. Letztere umfasst zusätzlich den View Composer für die Bereitstellung so genannter Linked-Clone-Desktops, Thinapp 4 für die Anwendungsvirtualisierung sowie den Offline Desktop (bislang nur „experimentell“). Die Premier Edition kostet 250 Dollar pro Verbindung, bei der Enterprise Edition sind es 150 Dollar.



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