Dynamische Desktops in der Balance

2X Applicationserver XG 10 im Praxistest
Dynamische Desktops in der Balance
geschrieben von Thomas Bär, Frank-Michael Schlede/wg am 12.04.2012

 

Die Art, wie Administratoren ihren Anwender die Arbeitsumgebung bereitstellen, hat sich stark gewandelt. Dies liegt auch daran, dass Unternehmen heute meist einen Mix aus Terminaldiensten, Desktops auf physischen Rechnern sowie neuerdings VDI-Umgebungen (Virtual Desktop Infrastructure) einsetzen. Hier soll der 2X Applicationserver XG helfen, indem er diese Zugriffsvarianten mit einer Lastverteilung verbindet.

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Einige Benutzer benötigen einfach den eigenen Desktop auf einem physischen Windows-PC mit großzügig dimensioniertem Arbeitsspeicher und reichlich CPU-Leistung „unter der Haube“. Andere Anwender kann der Administrator hingegen problemlos mithilfe eines grundsätzlich weniger flexiblen Terminal-Servers versorgen. Als Mittelweg zwischen zentralem Hosting auf der einen und flexiblem, individuellem Desktop auf der anderen Seite stellen Unternehmen dem aktuellen Trend folgend zentral gehostete Desktops heute auch per VDI-Lösung bereit. Dabei kommen unterschiedliche Hersteller und Techniken zum Einsatz, sodass der IT-Profi häufig Mühe hat, die verschiedenen Spezifika und Anforderungen gemeinsam zu betreuen. Deshalb stellen diverse Hersteller einheitliche Organisations- und Management-Ansätze vor, die bei der Lösung dieser Probleme helfen sollen. Hierzu zählt auch der Applicationserver XG 10 des Anbieters 2X mit Hauptsitz in Malta.

2X Applicationserver (2X AS) erlaubt es dem Systemverwalter, virtuelle Desktops und Anwendungen unabhängig von der Virtualisierungsplattform bereitzustellen. Dazu veröffentlichen die Administratoren sowohl die vollständigen Desktops als auch alle auf ihnen bereitgestellten Anwendungen in einer virtuellen Umgebung. Die Anwender greifen dann von einem Thin Client oder einem anderen Standardsystem aus mittels spezieller Client-Software darauf zu.

Dazu erweitert 2X AS den typischen Remote Desktop Service (RDS, vormals Windows Terminal Services) mit einer angepassten Shell und Microsoft-RDP-gestützten Virtual-Channel-Anwendungen. Die Lösung unterstützt dabei unterschiedliche Virtualisierungstechniken, um virtuelle Anwendungen und Desktops für den 2X-Client verfügbar zu machen. Dazu gehören neben Microsofts Terminal-Services auch VMware, Oracle VM Virtualbox, Microsoft Virtual Server, Microsoft Hyper-V, Virtual Iron und Parallels.

Flexible Installation und Konfiguration

Die Software besteht aus einer Basisinstallation, also dem eigentlichen 2X Applicationserver, und verschiedenen Agents. Der so genannte Publishing Agent und das Secure Client Gateway unterstützen Windows 2000 und höher. Der Terminal Server Agent ist für den Einsatz auf Windows Terminal Servern ab Version 2000 geeignet.

Wer die Lösung einsetzen will, muss zunächst den entsprechenden Client installieren: Dieser unterstützt die Betriebssysteme Microsoft Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows CE und Windows Embedded sowie Mac OS X 10.5.x und höher. Auch für die Linux-Distributionen (in der 32-Bit-Fassung) Ubuntu 8.04 und höher, Opensuse 11.1, Fedora Core 9, Fedora Core 11, Centos 5.2 und Vectorlinux 6.0 steht die Software zur Verfügung. Das gilt ebenso für Apple IOS (Iphone und Ipad) und Android mittels Apps, die über den Apple Store beziehungsweise den Android Market Place erhältlich sind. Schließlich bietet der Hersteller Zugriffssoftware für verschiedene Thin-Client-Systeme beispielsweise von HP und anderen.

Wer die Software selbst ausprobieren will, kann sie sich von der Website des Anbieters nach Eingabe einiger persönlicher Informationen als Testversion für eine uneingeschränkte dreißigtätige Nutzung herunterladen. Nach dem Download der knapp 77 MByte großen Software und kurzer Installation hatten wir in der Test-Domäne bereits innerhalb weniger Minuten den ersten Windows Terminal-Server mit Applicationserver ausgestattet, und ein Einrichtungsassistent begrüßte uns in deutscher Sprache.

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