Eine Frage des Profils
Der wichtigste Kern der Appsense-Technik ist die als „Client Configuration Agent“ (CCA) bezeichnete Softwarekomponente. Es handelt sich dabei um einen Kernel-Object-Treiber, der sich fest in das Windows-System einklinkt. Diese Software ist dann als Dienst auf dem Zielsystem aktiv und überwacht die Aktionen des Benutzers auf dem Desktop. Sie prüft beispielsweise, ob für aktive Programme Modifikationen in der Systemumgebung erforderlich sind, und unterbindet bei Bedarf auch den Zugriff auf Programmfunktionen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Desktop-Management-Lösungen arbeitet Appsense auf dem aktiven Desktop. Dadurch werden die Änderungen nicht nur bei der An- und Abmeldung, sondern auch im laufenden Betrieb ausgeführt. Dank CCA muss der Administrator auch nicht auf die Verwendung eines „korrekten Links“ achten: Liegt eine Aktion für „Microsoft Word“ vor, so ist es unerheblich, ob der Anwender das Office-Programm über einen Link auf dem Desktop, das Start-Menü oder die Eingabe von „winword“ unter „Ausführen“ öffnet. Zudem speichert die Software große Teile des Benutzerprofils in einer Datenbank, was dazu dient, die Anmeldezeiten in großen Umgebungen zu verkürzen.
Voraussetzungen und Installation
Die Software unterstützt ausschließlich deutsch- und englischsprachige Windows-Versionen. Als Mindestanforderung für die Agent-Installation nennt der Hersteller einen Rechner mit Windows XP Professional.
Kommen Virtualisierungstechniken zum Einsatz, so zeigt sich die Software sehr flexibel und unterstützt Citrix Xendesktop 4 und 5, Citrix Streaming Clients 1.1 bis 1.3.1, Citrix Offline Plug-in 5.1 bis 6, Microsoft App-V ab Version 4.2, VMware View 3 und höher sowie Symantec Workspace Virtualization und die Symantec Software Virtualization Solution 2.1. Der Systembetreuer kann den Agent auch auf Terminal-Servern von Microsoft und Citrix Xenapp installieren und so die Desktop-Einstellungen zentral steuern.
Über die englischsprachige Website des Herstellers meldeten wir unser Interesse an einem kostenfreien 21-Tage-Test der Software an. Wir erhielten ein Download-Paket mit allen Programmen und einigen englischen PDF-Anleitungen zur Installation und Konfiguration. Wir führten den Softwaretest auf einem aktuellen Windows Server 2008 R2 durch und integrierten die Maschine dazu als Member-Server im Active Directory eines Windows Server 2003 Servers. Zur Datenspeicherung nutzt die Software Microsoft SQL Server in der Version 2000 und höher – auch die Verwendung der kostenfreien Express-Edition ist möglich.



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