Einsen und Nullen sicher aufbewahren

Backup und Archivierung im Wandel
Einsen und Nullen sicher aufbewahren
geschrieben von Dr. Wilhelm Greiner am 30.08.2013
In puncto Backup sehen sich Unternehmen immer stärker mit neuen Herausforderungen konfrontiert, darunter die Sicherung virtueller Server, rasant wachsende Datenbanken und lokale Daten auf einer Vielzahl mobiler Endgeräte. Während Unternehmen beim Backup weiterhin meist auf lokal Installiertes bauen, wandert laut Gartner das Archiv für immer mehr und immer unterschiedlichere Datenbestände verstärkt in die Cloud.

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Server-Virtualisierung ist in den Unternehmen inzwischen Alltag, und auch unternehmenskritische Applikationen findet man immer öfter in virtuellen Maschinen von VMware und Co. Zeitgleich wachsen in den Unternehmen die Bestände zu sichernder Daten rasant an – von klassischen Dokumenten und E-Mails über Bild- und Videodateien bis hin zu Datenbanken für die Big-Data-Analyse. Auf der Client-Seite wiederum mehren sich die Mitarbeiter, die von zu Hause aus, unterwegs oder an wechselnden Standorten arbeiten – und deren mobile Endgeräte ebenfalls in das unternehmensweite Backup-Konzept eingebunden sein wollen.
Vor diesem Hintergrund, so berichtet das Analystenhaus Gartner in seinem aktuellen „Magic Quadrant für Enterprise Backup/Recovery Software“ (Juni 2013), fordern immer mehr Unternehmen (oder zumindest jene international tätigen Großunternehmen, die zur Gartner-Klientel zählen), dass das Backup „deutlich besser werden muss“. Denn herkömmliche Sicherung auf Tape könne mit heutigen oder gar künftigen Backup-Anforderungen eben nicht mehr mithalten. Gefragt seien neue Lösungsansätze, was auch neuen Anbietern eine Chance biete, so Gartner.
 
Schneller wieder an die Daten kommen
Viele Organisationen sind laut den Marktbeobachtern damit befasst, ihre Backup-Infrastrukturen zu überdenken und neu aufzusetzen. Ziel sei die Sicherung neuer Datentypen und größerer Workload-Volumina ebenso wie die Verringerung des Zeitfensters für Backup und Recovery. Vor diesem Hintergrund gewinnen laut Garnter vor allem Disk-basierte Lösungen inklusive Direct-to-Disk-Backup an Bedeutung, ebenso Backup-Funktionen für virtualisierte Umgebungen (siehe dazu den Überblicksbeitrag auf Seite 49), aber auch Deduplizierungstechnik.
„Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist es, das stetig steigende Datenaufkommen an verschiedenen Standorten zu verwalten und dabei die Kosten im Rahmen zu halten“, kommentiert Andreas Lappano, Director Partner Sales bei CA. „Viele Unternehmen nutzen unterschiedliche Systeme für das Sichern von virtuellen und physischen Maschinen. Sie verlangen nach einer einzigen Lösung, die das Sichern von Daten in physischen, virtuellen und Cloud-basierten Umgebungen in einer Lösung kombiniert – für eine proaktive Überwachung, erhöhte Performance und Flexibilität.“
„Das Sorgenkind der meisten IT-Abteilungen im Bereich Backup sind die Kosten“, erläutert Matthias Frühauf, Systems Engineer bei Veeam Software. „Unternehmen setzen häufig ineffiziente Lösungen ein, die Daten weder in kurzen Abständen sichern noch schnell genug wiederherstellen können – erst recht nicht, wenn es sich um große Datenmengen handelt. Das zweite Problem ist die Komplexität: Viele Backup-Strategien und -Lösungen sind zu komplex und schwerfällig im Handling. Der Wartungsaufwand und die Fehleranfälligkeit verursachen dann weitere Kosten.“

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