Erfolgreicher Übergang zu Voice over IP

Media Gateways und Session Border Controller
Erfolgreicher Übergang zu Voice over IP
geschrieben von Eric Steger/pf, Director of Sales – DACH bei Audiocodes am 16.01.2012
Viele Unternehmen folgen dem Trend, ihre herkömmlichen Telefonsysteme durch Voice-over-IP-(VoIP-) und Unified-Communications-(UC-)Lösungen zu ersetzen. Die Umstellung bietet viele Vorteile, etwa geringere Betriebskosten und die Möglichkeit, konvergente Sprach- und Datendienste zu implementieren. Dennoch gilt es bei solchen Migrationen einige Punkte zu beachten, die eine reibungslose Implementierung gewährleisten. Der Beitrag diskutiert wichtige Aspekte beim Aufbau eines VoIP-Netzwerks, unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten sowie die Rolle spezifischer Komponenten wie Media Gateways.

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In der Regel führen Unternehmen Voice over IP ein, um überalterte, traditionelle Telefonsysteme zu ersetzen – „Greenfield Deployment“ hingegen kommt in den seltensten Fällen vor. Die einfache Umstellung von einem System zum anderen birgt jedoch große Risiken. Unternehmen sollten vielmehr eine Übergangsphase schaffen, während der beide Systeme funktionstüchtig sind und die Anwender Schritt für Schritt an das neue System auf IP-Basis herangeführt werden können.

Für viele Unternehmen besteht der erste Schritt in Richtung VoIP in der Einführung von „SIP Trunking“, wobei das Routing externe Anrufe über IP-Verbindungen zu einem Provider mit SIP-Trunking-VoIP-Netzwerk läuft. Obwohl in Deutschland die Popularität von ISDN die Verbreitung von SIP-Trunking-Lösungen verzögert hat, finden sich inzwischen auch hier zu Lande etliche SIP-Trunk-Anbieter. Ihre Zahl wird steigen, wenn erst einmal alle Vorteile dieser Technik offensichtlich sind. Zwei häufig angewandte Vorgehensweisen verbinden klassische TDM-TK-Anlagen (Time Division Multiplexing) mit SIP Trunks – beide nutzen so genannte Media Gateways, um den Kommunikationsübergang und Datenaustausch zwischen TDM und VoIP zu realisieren.

Die erste Vorgehensweise besteht darin, mit einer E1/S2M- oder BRI/S0-Digitalleitung die TDM-Schnittstelle des Media Gateways direkt an die TDM-TK-Anlage anzuschließen. Das Gateway wandelt die SIP-Protokolle in herkömmliche TDM-Protokolle um, wobei ein übergangsloser Transport ein- und ausgehender Anrufe zwischen dem Unternehmen und dem SIP-Trunking-Netzwerk erfolgt. Die TDM-TK-Anlage ist in diesem Fall mit einer zusätzlichen „Trunk Group“ zu konfigurieren. Anhand der Richtlinien des Call Routings legt der Administrator fest, ob ausgehende Rufe direkt über das öffentliche Telefonnetz (PSTN) oder über den SIP Trunk laufen.

Bei der zweiten Vorgehensweise sitzt das Media Gateway zwischen der TK-Anlage und dem PSTN. Diese Konfiguration ist vor allem dann sinnvoll, wenn die TK-Anlage keine freien E1/S2M-Ports zur Verfügung hat, sich nicht erweitern lässt oder die Erweiterung zu teuer wäre. Für die Konfiguration sind zwei Ports am Gateway nötig: Einen belegt das PSTN, den anderen die TK-Anlage. Die Routing-Richtlinien des Gateways selektieren ausgehende Rufe aufgrund von gewählten Rufnummernmustern oder Trunk-Zugangscodes und leiten sie gegebenenfalls über den SIP Trunk um.

Interoperabilität

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