Fernzugriffsarten im Überblick

Grundlagen des Remote-Access-Aufbaus
Fernzugriffsarten im Überblick
geschrieben von Corinna Göring/wg, Geschäftsführerin von Computent in Ettringen. am 23.10.2012
Mobilität am Arbeitsplatz gewinnt für die Chefetagen wie auch für die Außendienstmitarbeiter immer mehr an Bedeutung. Die Anforderungen an die IT-Administratoren umfassen vollen Zugriff auf sensible und häufig aktualisierte Daten für den Außendienst, Projektmitarbeiter oder auch Geschäftsführer auf Reisen – und dies mit hoher Sicherheit und an jedem Ort. Technisch ist dies vielfältig möglich, doch Aufwand und Kosten unterscheiden sich bei den Lösungen auf dem Markt stark.

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Den IT-Betreuern fällt es nicht immer leicht, die passende Lösung für den Kunden zu finden. Im Gespräch ist zuerst zu erörtern, was der Anwender sich vorstellt: Soll es eine Standortvernetzung sein oder eine Home-Office-Anbindung? Wer darf für welche Ressourcen im Firmennetz Berechtigungen erhalten? Soll die Hardwarestruktur im Unternehmen erhalten bleiben? Welche Kosten der Installation und gegebenenfalls monatlicher Aufwendungen ist der Auftraggeber bereit zu tragen? Das sind nur einige der Faktoren, die die Wahl des passenden Remote-Zugriffs beeinflussen. Dieser Beitrag zeigt eine Reihe heute üblicher Fernzugriffslösungen mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen auf. Klassische Fernwartungs-Tools sind hier nicht berücksichtigt. Remote Desktop Protocol: Microsoft liefert in seinen Betriebssystemen das Remote Desktop Protocol (RDP) standardmäßig mit. Dies hat den Charme, dass der Anwender im Paket einen Fernzugriff ohne Lizenzgebühren erwirbt. Aus diesem Grund ist diese Methode gerade in kleinen Unternehmen sehr verbreitet. Allerdings sollte man neben der Kostenersparnis auch die Gefahren kennen. Zu beachten ist, dass die aus der Ferne zu bedienenden PCs mindestens mit Windows Professional ausgestattet sein müssen. Sollen mehrere Benutzer auf einen PC zugreifen können, so bedarf es einer Terminal-Server-Installation und kostenpflichtiger RDP-CALs (Client Access License). Pro: Das Unternehmen muss keine zusätzlichen Lizenzen erwerben. RDP ist schnell installiert und von jedem Rechner mit Internetzugang nutzbar. Aber genau darin liegt auch die Gefahr. Contra: Microsoft selbst hat im März 2012 auf Sicherheitslücken hingewiesen (siehe http://lanl.in/TgKMTW). Zudem verfügen Hacker damit über die Firmen-URL samt Zugangsdaten und können auf dem gleichen Weg ins Firmennetz gelangen, falls sich auf dem Gast-PC ein unerkannter Keylogger befindet. Die aufgerufene URL bleibt im Browserverlauf zu sehen. Virtual Private Network (VPN): Häufig bevorzugen Unternehmen den Einsatz klassischer VPNs auf der Basis des IPSec-Protokolls (IP Secure), insbesondere größere Betriebe nutzen diese Methode zur Standortvernetzung. Diverse Hersteller bieten VPN-Router in unterschiedlichen Preiskategorien an. Für die Installation dieser Produkte ist allerdings ein gewisses Know-how erforderlich. Pro: Durch das IPSec-VPN greift man über einen verschlüsselten Tunnel auf das Unternehmensnetz zu. Keylogger haben so keine Chance des Mitlesens. Ist eine Standortvernetzung geplant, ist ein IPSec-VPN zur Zeit noch die einzige relevante Lösung. Die VPN-Lösung gewährleistet den Zugriff auf das komplette Netzwerk. Contra: Der Einsatz eines speziellen VPN-Routers ist erforderlich.

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