Funktionsreiches NAS-System

Test: Netgear Readynas 1500
Funktionsreiches NAS-System
geschrieben von Christoph Lange/pf am 23.09.2011
Das Readynas 1500 von Netgear ist ein Einstiegssystem für den Business-Bereich, das mit der herstellereigenen RAID-Technik knapp 3 TByte nutzbare Speicherkapazität bereitstellt. Es unterstützt alle gängigen Protokolle für den File-Zugriff und kann den Verlust von bis zu zwei Festplatten verkraften. Mithilfe der Auto-expand-Funktion lassen sich Kapazitätserweiterungen im laufenden Betrieb durchführen.

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Mit dem Readynas 1500 rundet Netgear seine Rackmount-NAS-Reihe nach unten ab. Das System misst eine Höheneinheit und bietet Platz für bis zu vier Festplatten. LANline testete ein System, das mit vier 1-TByte-Disks und 1 GByte RAM bestückt war. Das Testgerät war bereits mit der von Netgear entwickelten X-Raid2-Technik vorkonfiguriert. Damit stellte es eine nutzbare Speicherkapazität von 2.760 GByte bereit. Im Gegensatz zum größeren Bruder Readynas 2100 unterstützt das 1500er-Modell kein iSCSI. Das NAS-System kann den Speicher über die Protokolle CIFS, NFS, AFP, FTP, HTTP und HTTPS zur Verfügung stellen. Die Freigaben des Apple File Protocols lassen sich auch per Bonjour anbieten.

Die „Multiple Parity“ von X-Raid2 sorgt dafür, dass auch bei einem gleichzeitigen Ausfall von zwei Festplatten keine Daten verloren gehen. X-Raid2 bietet zudem gegenüber Standard-RAID-Techniken den Vorteil, dass es die Speicherkapazität automatisch erweitert, sobald der Anwender zwei oder mehr neue Platten hinzufügt oder vorhandene Platten durch größere ersetzt. Dabei lassen sich auch Disks mit unterschiedlicher Kapazität verwenden. Die Erweiterung führt das System im laufenden Betrieb im Hintergrund durch.

Neben X-Raid2 lässt sich das Readynas 1500 auch mit den klassischen RAID Levels 0, 1, 5 und 6 einrichten, die Netgear als Flex-RAID bezeichnet. Um zwischen X-Raid2 und Flex-RAID hin- und herzuwechseln, muss der Administrator das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Bereits vorhandene Daten gehen dabei verloren.

Einfache Inbetriebnahmedes NAS-Systems

Bei der Erstkonfiguration führt ein Assistent den Administrator Schritt für Schritt durch das Setup-Menü. Ist ein DHCP-Server im Netzwerk vorhanden, erhält das Gerät automatisch eine IP-Adresse. Für die Verwaltung des Speichersystems liefert Netgear das Tool Raidar mit, das wir auf einem Windows-7-Rechner installierten. Sobald es geöffnet ist, sucht es automatisch das Netzwerk nach Readynas-Geräten ab. Die automatische Erkennung hat auf Anhieb funktioniert.

Die Schaltfläche „Durchsuchen“ öffnet ein Explorer-Fenster mit den Standardfreigaben Backup und Media. Ein Mausklick auf den Button „Konfiguration“ wechselt zu dem Browser-basierenden Verwaltungs-Tool für das Readynas-System. Hier richtet der Administrator unter anderem die Shares, die Benutzer sowie deren Zugriffsrechte ein.

In einer Statusleiste zeigt die Web-Oberfläche durch LED-Symbole den aktuellen Zustand der logischen Laufwerke, Festplatten, Lüfter und einer angeschlossenen USV sowie die Temperatur an. Über das Web-GUI kann der Administrator das NAS-Gerät auch als DHCP- und WINS-Server konfigurieren. Im Test verwendeten wir einen Windows-2008-Domänen-Controller als DHCP- und DNS-Server. Zusätzliche USB-Platten lassen sich über zwei Ports auf der Rückseite anschließen. Der USB-Port an der Front ist für den Anschluss einer Backup-Disk gedacht. Auf diese Platte lassen sich alle Daten schreiben, die in der Backup-Freigabe des NAS-Systems liegen.

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