Geister, die sich rufen lassen
In den Diskussionen rund um BYOD geht es um die Vor- und Nachteile sowohl für die Mitarbeiter als auch für das einzelne Unternehmen. Die Entscheidung ist nicht einfach, denn einer höheren Arbeitseffizienz der Angestellten steht ein Mehraufwand des IT-Supports gegenüber. Das Festhalten an einer Standardisierung des IT-Systems gilt als überholtes Sicherheitsdenken. Die Studie „Consumerisation of IT (CoIT)“ von IDC registrierte ein steigendes Interesse von Arbeitnehmern in Europa, private mobile Endgeräte wie Laptops, PDAs oder Smartphones am Arbeitsplatz zu nutzen. 2010 waren es weltweit 30 Prozent, 2011 lag die Quote schon bei 40 Prozent.
Diese Entwicklung ist zum einen nachvollziehbar, denn die Angestellten müssen nicht jedes Mal beim Betreten des Unternehmensgebäudes auf das Business-Handy umstellen. Zum anderen stellt sie Unternehmen und speziell die IT-Abteilungen auf die Probe. Eine komplette Zugangsbeschränkung für private Smartphones ist heute nicht mehr denkbar. Daher müssen sich die Verantwortlichen um einen Ausgleich bemühen zwischen dem Interesse der Mitarbeiter an einer effektiven Nutzung der Technik und dem Anspruch des Unternehmens auf ein stabiles IT-System.
Die IT- Abteilung soll für eine reibungslose Nutzung des Netzwerks sorgen und neue Lösungen und Geräte integrieren. Dabei muss sie den Überblick über die wachsende Infrastruktur behalten und gleichzeitig die Sicherheit der Unternehmensdaten gewährleisten. Viele mittelständische Unternehmen wiegen sich immer noch in Sicherheit und vertrauen auf ein einfaches Kennwort. Oft bemerken die Firmen gar nicht, wenn Unberechtigte von außen auf das Netzwerk zugreifen. Dabei ist es mit geringem Aufwand möglich, durch die Integration einer Berechtigungsverwaltung in ein einheitliches Authentisierungssystem sicherzustellen, dass nur Geräte von berechtigten Personen Zugang zu den Netzwerken und Ressourcen erhalten.

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