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Zu den häufigsten Problemen beim Einsatz von VoIP und Video in den Unternehmen zählen laut einschlägigen Analystenumfragen die Schwierigkeiten mit der Medienqualität. Diese wirkt sich direkt auf die Sprachqualität aus. Da es sich bei der Übermittlung von VoIP, Video und UC um Echtzeitsysteme handelt, reagieren diese Anwendungen sensitiver auf Übertragungsstörungen. Da es oft kein kontinuierliches Monitoring in den Netzen gibt, bemerken die Techniker auftretende Fehler erst, wenn sich die Nutzer beschweren.
Der Begriff Monitoring subsummiert alle Arten der unmittelbaren systematischen Datenerfassung, Protokollierung und Überwachung eines Prozesses mithilfe technischer Hilfsmittel. Dabei ist die wiederholte regelmäßige Durchführung ein zentrales Element der jeweiligen Analyseprogramme, um anhand von Ergebnisvergleichen Schlussfolgerungen ziehen zu können. Eine wesentliche Funktion des Monitorings besteht darin, bei einem beobachteten Ablauf oder Prozess steuernd einzugreifen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt oder bestimmte Schwellwerte unter- beziehungsweise überschritten sind. Dabei gilt der bekannte Leitspruch: „If you can’t measure it, you can’t manage it“.
In Unternehmen gewinnen Echtzeitanwendungen immer mehr an Bedeutung, deshalb ist die Übertragungsqualität für einen reibungslosen Betrieb umfassend zu überwachen. Beim Monitoring geht es daher um die Überwachung der Schnittstellen zwischen dem Betrieb und der Technik. Die Analyse und das Management bilden die Schaltstelle, über die alles läuft und die im Mittelpunkt der Betrachtung stehen muss. Das Monitoring sorgt also für die Prozessoptimierungen und eine unabhängige Überprüfung der vorhandenen Kommunikationsinfrastrukturen.
Zur Analyse und zur Überwachung von Multimediaanwendungen müssen die eingesetzten Werkzeuge im Netzwerk die Echtzeitinformationen gezielt sammeln und kontinuierlich auswerten. Die gesammelten Daten reflektieren den aktuellen Zustand der Multimediaanwendungen. Das Multimedia-Monitoring besteht aus folgenden Modulen:
VoIP-Monitoring: Für den VoIP-Betrieb ist eine kontinuierliche Auswertung des VoIP-Verkehrs unabdingbar. Daher überwacht ein VoIP-Monitoring sowohl die Signalisierung als auch die Mediaströme. Zu den vom Monitoring überwachten Parametern gehören die aufgetretenen Paketverluste, die Verzögerungen, der Jitter (Verzögerungsschwankungen) und die aus den VoIP-Streams ermittelten MOS-Werte nach dem E-Modell.
