Immer unter Strom

USV-Konzepte im Überblick
Immer unter Strom
geschrieben von Christian Stolte/jos, Systems Engineer bei APC by Schneider Electric. am 14.08.2012
Fehlende einheitliche Bezeichnungen verwirren Anwender von unterbrechungsfreien Stromversorgungen immer noch. Abhilfe kann ein Blick auf die unterschiedlichen Funktionsweisen leisten. Auch die IEC-Einstufung ist nützlich.

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Stromausfälle sind für Privathaushalte lästig, in Unternehmen führen sie nicht selten sogar zu größeren finanziellen Schäden. Netzwerke, Computer, Maschinenstillstände: Es braucht nicht viel Fantasie, um die Risiken eines Stromausfalls abzuschätzen. Dabei sind die häufigsten Ursachen für Datenverluste mit 47,6 Prozent Spannungsabweichungen, das heißt Stromausfälle oder Überspannungen. Zu den gefährlichsten Bedrohungen gehören indes in der Regel nicht die länger andauernden Ausfälle. Vielmehr resultieren Systemabstürze im Unternehmen größtenteils auf Versorgungslücken im Zehntelsekundenbereich – Störungen, die sich verhindern ließen.

Unerlässlicher Schutz

USV-Systeme überbrücken die Stromversorgung für eine bestimmte Zeit und verhindern einen Datenverlust während eines Stromausfalls. Die Länge dieser Überbrückungszeit hängt von der internen und externen Batterieanlage und der geforderten Leistung ab. Dabei muss die Laufzeit mindestens so dimensioniert sein, wie die zu schützenden Geräte benötigen, um ordnungsgemäß herunterzufahren – oder bis ein zusätzliches Notstromaggregat startet und seine Arbeit aufnimmt. Bei Datenbanken etwa kann es bis zu einer halben Stunde dauern, bis das System heruntergefahren ist.

Die verschiedenen Arten von USV-Systemen unterscheiden sich allerdings hinsichtlich ihrer Leistungsmerkmale. Ein Umstand, der bei Betreibern von Rechenzentren oft immer noch Verwirrung auslöst. Hartnäckig hält sich das Gerücht, es gäbe lediglich zwei Arten: in der Betriebsart Bereitschaft (Standby) und in der Betriebsart Online arbeitende Systeme. Gängig sind allerdings vier verschiedene USV-Arten. Damit Rechenzentrumsbetreiber abhängig von der Anforderung das richtige System auswählen können, müssen sie also die Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Typen und ihrer Arbeitsweise verstehen.

USV-Anlagen für Bereitschaftsbetrieb dienen am häufigsten zur Spannungsversorgung von Computern. Dabei ist der Netzspannungsumschalter so konfiguriert, dass die gefilterte Netzwechselspannung als primäre Netzspannungsquelle gewählt wird. Bei einem Ausfall kommen Wechselrichter und Akku als Backup-Quelle zum Einsatz. In diesem Fall verbindet der Netzspannungsumschalter die Last mit dem Ausgang der USV. Der Wechselrichter startet nur bei einem Ausfall der Netzwechselspannung. Aus diesem Grund bezeichnen Hersteller diese Betriebsart als Bereitschaft. Derartige Systeme zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad, geringe Abmessungen und niedrige Kosten aus.

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