Imperva-Report: Warum Hacker es auf Facebook-Daten abgesehen haben

Informationen aus sozialen Netzwerken sind Eintrittskarte für Cyberkriminelle
Imperva-Report: Warum Hacker es auf Facebook-Daten abgesehen haben
geschrieben von LANline/jos am 04.04.2012

Imperva, Anbieter von Datensicherheitssystemen für kritische Unternehmensinformationen, untersucht in einem aktuellen Sicherheitsbericht die Hintergründe von Hacker-Angriffen auf Facebook-Daten. Dem Bericht zufolge stellen diese Daten ein wahres Eldorado für Hacker dar: Mit ihnen lassen sich wichtige Details für kriminelle Aktivitäten gewinnen.

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Beispielsweise lassen sich Informationen wie der Mädchenname der Mutter vergleichsweise einfach extrahieren. Bei vielen Web-Diensten kann mit diesem Wissen das Passwort zurückgesetzt und so die Kontrolle über einen Account übernommen werden. Facebook verfügt aber auch über umfassendes Datenmaterial zu Freunden und Bekannten, die sich für digitale Social-Engineering-Angriffe verwenden lassen. Diese Art der unbefugten Informationsbeschaffung beruht auf dem Erschleichen sensibler Daten, indem ein Hacker sich als Freund oder Familienmitglied ausgibt.

 

„Facebook, aber auch andere Social-Media- oder Web-Dienste, speichern viel mehr Daten, als den meisten Nutzern bekannt ist“, so Dietmar Kenzle, Area Vice President Sales DACH and Eastern Europe bei Imperva. „Neben den persönlichen Daten des Nutzers und den geteilten oder hochgeladenen Inhalten sind darunter auch zahlreiche Informationen über die Facebook-Freunde enthalten. Wenn man bedenkt, wie erfolgreich klassische Betrugsmaschen wie der Vorschussbetrug im Internet auch heute noch sind, und wie sehr sich Facebook und andere soziale Medien auch in den weniger Internet-affinen Teilen der Bevölkerung verbreitet haben, birgt das ein erhebliches Gefahrenpotenzial.“

 

Die wichtigsten Facebook-Daten (für Hacker):

* Personenbezogene Daten: Facebook speichert wichtige personenbezogene Informationen wie Geburtsdatum, Adresse oder sogar den Mädchennamen der Mutter. Forschern der Carnegie Mellon University gelang es, Sozialversicherungsnummern aus Facebook-Profilen zu errechnen – in Deutschland ein weniger bedrohliches Szenario als in den USA, aber dennoch eine kritische Information.

* Persönliche Informationen: Neben einigen sensiblen personenbezogenen Daten speichert Facebook natürlich eine ganze Reihe von persönlichen Informationen, die Nutzer im Anmeldeprozess oder während der späteren Nutzung preisgeben. Diese lassen sich beispielsweise dazu verwenden, um über die „Passwort vergessen“-Funktion vieler Web-Dienste auch andere Accounts zu übernehmen. Hacker können so auch persönliche Fragen – wie etwa nach dem Namen des Hundes – beantworten und damit das Passwort ändern.

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