IT-Mittelstandsindex signalisiert gute Stimmung im Markt

Techconsult: Mittelstand ist optimistisch
IT-Mittelstandsindex signalisiert gute Stimmung im Markt
geschrieben von LANline/jos am 22.03.2012

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publizieren Fujitsu und Techconsult den IT-Mittelstandsindex bereits seit vielen Jahren. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Seite 1 / 2

Mehr zum Thema:

Prognose des BITMi: IT-Mittelstand wächst schneller als Konzerne

Mittelstand bewertet Cloud Computing als nützlich

 

Der Mittelstand signalisiert optimistische Frühjahrsaussichten, die Stimmung ist gut. Sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die ökonomischen Aussichten der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland haben sich im Februar gegenüber dem Vormonat deutlich verbessert. Was die Nachfragedynamik in Bezug auf Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) betrifft, so konnte das Niveau des Vormonats gehalten werden. Die Prognose der Ausgabenplanungen setzt weiterhin positive Wachstumssignale.

 

Die wirtschaftliche Dynamik der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich im Februar deutlich verbessert. Gegenüber dem Vormonat stieg der Index der realisierten Umsätze um 18 auf 116 Punkte. Die Firmen mit gestiegenen Umsätzen konnten sich gegenüber denen mit rückläufigen Umsätzen, nach einem kurzzeitigen Einbruch im Januar, wieder deutlich durchsetzen. Auch der Ausblick auf das Frühjahr ist von deutlichem Optimismus geprägt. Die Erwartungen hinsichtlich der kommenden drei Monate zogen bereits auf hohem Niveau noch weiter an. Der Index stieg um zwei auf 139 Zähler, somit setzten sich die Optimisten deutlich durch.

 

Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass das hohe Niveau von 2011 nicht erreicht wurde, der Lageindex der realisierten Umsätze liegt mit 15 Punkten deutlich unter dem Wert vom Februar des letzten Jahres. Auch die Zukunftsaussichten reichen nicht an das Vorjahresniveau heran und bleiben zehn Zähler hinter dem Wert vom Februar 2011 zurück.

 

Der Blick auf die Branchen zeigt, dass im Februar Dienstleiter, Versorgungsunternehmen, Industrie und das Finanzgewerbe die wirtschaftlich erfolgreichsten Wirtschaftssegmente waren - hier überwogen die Firmen mit gestiegenen Einnahmen deutlich. Der Handel konnte sich zwar gegenüber Januar geringfügig besser positionieren, mit einem Index von 93 Punkten unterlagen jedoch noch immer die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen gegenüber denen mit rückläufigen Umsätzen. In den öffentlichen Verwaltungen hielten sich Unternehmen mit gestiegenen und gesunkenen Umsätzen die Waage.

 

Für die kommenden drei Monate rechnen alle gewerblichen Wirtschaftszweige mit einem deutlichen Umsatzplus. Allen voran erwartet vor allem im Frühjahr der Handel einen spürbaren Aufschwung seiner Umsätze, der prognostizierte Index liegt bei 173 Punkten. Auch Industrie, Dienstleister und das Finanzgewerbe erwarten deutlich steigende Einnahmen, ihre Indikatoren liegen über dem Marktdurchschnitt. Die Indizes der Versorger und Öffentlichen Verwaltungen blieben hingegen etwas hinter dem Durchschnitt zurück.

 

Seite 1 / 2



Noch keine Bewertungen vorhanden

Relevante Themen (bei Interesse bitte anklicken):

 

Nix ist passiert

Griechenland wackelt, der Euro schwächelt - und nix ist wirklich passiert.  In der jüngeren Vergangenheit haben wir alle unsere wirtschaftlichen Zukunftsaussichten durch die Brille der aktuellen Nachrichtenlage bewertet und deshalb nur verhaltenen Optimismus verströmt. Ein typisches Phänomen dafür, dass Volkswirtschaftskonjunktur zu 50 % von psychologischen Faktoren abhängt (Ex-Kanzler Ludwig Erhard). Heute wissen und spüren wir, dass sich die fundamentalen volkswirtschaftlichen Rahmendaten für unsere Volkswirtschaft weit weniger eingetrübt haben, als es uns unser Vernehmen glaubaft zu machen versucht. Bei Licht betrachtet ist nämlich fast nix passiert. Diese Einschätzung haben viele Gesprächsparter, mit Blick auf ihre vollen Auftragsbücher, auf der zu Ende gegangenen CeBIT geteilt. Wir sollten also vorwartsgewandt unsere Chancen suchen, statt übertriebene und bremsende Risikovorsorge zu treffen. kdj

Eigene Bewertung: Keine

Absolute Zustimmung

Um die Argumentation weiter zu untermauern, hier eine Pressemeldung (im Original), die heute in der LANline-Redaktion einging. Viele Grüße, jos

 

KEYMILE: Breitbandbedarf treibt Investitionen im TK-Markt

 

Hannover, 22. März 2012 – Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland wird nach Einschätzung von KEYMILE in den nächsten Jahren durch den ungebremst steigenden Bedarf nach mehr Bandbreite von drei Trends geprägt werden. Dies führt zu einem verstärkten Ausbau von VDSL2- und Glasfaser-Anschlüssen. Um zusätzlich eine bessere Kostenverteilung für diesen Ausbau zu erreichen, werden Open-Access-Netze aufgebaut werden.

 

Auch wenn beim Breitbandausbau im ländlichen Raum und bei der Beseitigung der sogenannten "weißen Flecken" im letzten Jahr spürbare Fortschritte im deutschen Telekommunikationsmarkt erzielt wurden, bleiben für 2012 und 2013 Herausforderungen bestehen.

 

Einer der zentralen Treiber im Markt ist die Nachfrage nach mehr Bandbreite. Das über Breitbandanschlüsse erzeugte Datenvolumen steigt um rund 20 Prozent pro Jahr und hat sich laut einer aktuellen Studie des Branchenverbands VATM und des Marktforschers Dialog Consult in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Rund 40 Prozent des gesamten Internetverkehrs sind Videodaten und deren Anteil soll Prognosen zufolge bis 2014 gar auf 90 Prozent wachsen. Steht die Bandbreite zur Verfügung, nutzen Privathaushalte und Unternehmen sie auch. Nach Marktbeobachtungen von KEYMILE, einem technologisch führenden Anbieter von Kommunikationslösungen im Bereich der Zugangs- und Übertragungssysteme, wird sich der Bandbreitenbedarf für einen "optimalen" Teilnehmeranschluss, vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage nach IPTV-Diensten, von 2011 bis 2016 nahezu versechsfachen, nämlich von 25 bis 30 Mbit/s auf dann 150 bis 200 Mbit/s.

 

Parallel zum stetig steigenden Bedarf an Breitband-Internetverkehr müssen die deutschlandweit tätigen Netzbetreiber und regionalen Carrier auch das ISDN-Erbe berücksichtigen. Gerade dort, wo Gebiete neu mit einem Breitbandzugang erschlossen werden, kommt idealerweise eine Multi-Service-Zugangsplattform zum Einsatz. Mit dieser sind die Netzbetreiber in der Lage, Breitband-Internet und gleichzeitig traditionelle Telefonie anzubieten. Privathaushalte und Unternehmen können so ihre gewohnten Endgeräte weiterhin nutzen und zusätzlich von neuen Dienste-Angeboten profitieren. KEYMILE sieht folgende Trends, die das Geschehen im TK-Markt in Deutschland maßgeblich prägen werden:

 

1. Der VDSL2-Ausbau ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu FTTH-Netzen.

 

Zu Beginn dieses Jahres ist VDSL2 in vielen Städten aber auch verstärkt auf dem Land verfügbar. Damit können zur Zeit zirka ein Drittel der Haushalte einen sehr schnellen Internetzugang nutzen. Der Ausbau soll kontinuierlich fortgesetzt werden, um die weißen Flecken, d.h. Gebiete mit geringer Bandbreite, zu eliminieren. Für breitbandige VDSL2-Anschlüsse wird die Glasfaser bis zum Kabelverzweiger (FTTC) verlegt. Dies schafft einen guten Startpunkt für die zukünftige Erweiterung der Glasfaser bis zu Gebäuden (FTTB) und in die Wohnung (FTTH). Mit aktuellen VDSL2-Karten können Netzbetreiber ADSL- und VDSL2-Dienste mit nur einer Karte anbieten und sind in der Lage, ihren Privatkunden Triple-Play-Dienste wie Breitband-Internet, VoIP, Video-on-Demand und IPTV über DSL bereitzustellen. Mit der neuesten Vectoring-Technik lässt sich der Leistungsverlust bei Massen-Rollouts vermindern, sodass auch bei vielen gleichzeitig übertragenen VDSL-Signalen Datenraten von über 50 Mbit/s bereitgestellt werden können.

 

2. Der Glasfaserausbau gewinnt langsam an Fahrt.

 

VDSL2 mit Vectoring ist der ideale Zwischenschritt, der bis zur Realisierung von FTTH-Netzen sehr hohe Bandbreiten bereitstellen kann. Noch hinkt Deutschland beim Glasfaser-Breitband-Ausbau im europäischen Vergleich weit hinterher – in Litauen, Norwegen und Schweden sind bereits zehn Prozent aller Anschlüsse über Glasfaser realisiert, in Deutschland unter 1%. Aber langsam gewinnt der Ausbau auch hierzulande an Fahrt, vor allem getrieben von lokalen und regionalen Carriern und Stadtwerken. Sie errichten neue Glasfasernetze oder bauen bestehende aus, beispielsweise in München, Oldenburg oder Schwerte.

 

3. Bessere Kostenverteilung mit Open-Access-Netzen.

 

Um die Glasfaser bis zu jedem Haus zu verlegen, sind hohe Infrastrukturkosten mit einer (für Netzbetreiber untypischen) langen Return-on-Investment-Zeit nötig. Durch die kürzlich vom Next-Generation-Access (NGA)-Forum verabschiedete Regelung zum Aufbau von Open-Access-Netzen wird die Kostenverteilung erleichtert. Mit Open Access können problemlos mehrere Netzbetreiber auf die Teilnehmeranschlüsse zugreifen. Die mögliche Kostenverteilung in Open-Access-Netzen wird die Investitionsbereitschaft in Glasfasernetze sicherlich erhöhen. Der Bundesverband Breitbandkommunikation schätzt, dass sich durch weitere Investitionen die Zahl der per Glasfaser angeschlossenen Haushalte bis 2015 verdreifacht.

 

 

"Branchenexperten gehen davon aus, dass sich der Breitbandbedarf für einen gut ausgestatteten Teilnehmeranschluss von 2011 bis 2016 versechsfacht. Der weitere Ausbau von VDSL2-Anschlusspunkten bildet dazu einen wichtigen Zwischenschritt", sagt Klaus Pollak, Head of Consulting & Projects bei KEYMILE in Hannover. "Auf lange Sicht sind nur Glasfasernetze in der Lage, das Bandbreitenwachstum zu bewältigen. Dafür sind beträchtliche Investitionssummen notwendig. Vor allem kommunal getriebene Projekte, bei denen beispielsweise Städte und regionale Energieversorger kooperieren, bringen aktuell die benötigten Finanzmittel auf und realisieren den Glasfaserausbau. In der Zwischenzeit bietet VDSL2 eine Brückentechnologie und schafft die benötigte Infrastruktur für lückenlose Glasfaserverbindungen von FTTC bis zu FTTB/FTTH."

Eigene Bewertung: Keine