Jenseits der Terminal-Services

Testserie App Streaming: Citrix Xenapp 6.5
Jenseits der Terminal-Services
geschrieben von Christoph Lange/wg am 17.09.2012
Xenapp 6.5 von Citrix bietet eine Vielzahl an Zugriffswegen auf Anwendungen. Neben den klassischen Terminal-Services und Server Desktops spielt das Application Streaming eine immer wichtigere Rolle. Es stellt dem Benutzer die Anwendungen zur Laufzeit zur Verfügung. Administratoren profitieren von verbesserten Management-Funktionen wie zum Beispiel unterbrechungsfreien Applikationsaktualisierungen.

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Das seit vielen Jahren auf Terminal-Services spezialisierte Unternehmen Citrix bietet mit Xenapp 6.5 vielfältige Möglichkeiten, Anwendungen zentral bereitzustellen. Neben dem klassischen Ansatz, die gewünschten Programme auf einem Terminal-Server zu installieren, hat Citrix in Xenapp auch ein Streaming von Applikationen integriert. Zudem kann der Administrator Xenapp so konfigurieren, dass jeder Benutzer eine eigene Desktop-Oberfläche im Windows-7-Look erhält, die auf dem Xenapp-Server bereitsteht (siehe Kasten Seite 18). Mit den Provisioning Services hat Citrix eine weitere Lösung im Portfolio, um Server- und Desktop-Betriebssysteme per Streaming auf physische oder virtuelle Rechner zu verteilen. In diesem LANline-Test konzentrieren wir uns aber auf die zentrale Bereitstellung von Anwendungen mit Xenapp 6.5. Die Applikationsvirtualisierung hat gegenüber klassischen Terminal-Services den großen Vorteil, dass jede einzelne Anwendung gekapselt wird und ihre eigene Laufzeitumgebung erhält. An den Registry-Einträgen und DLL-Dateien des Client-Systems Änderungen vorzunehmen, erübrigt sich damit. Bei Terminal-Services kommt es dagegen immer wieder vor, dass sich die auf demselben Server installierten Anwendungen nicht miteinander vertragen. Durch Anwendungsvirtualisierung ist es sogar möglich, auf demselben Client unterschiedliche Versionen derselben Software wie zum Beispiel Office 2003 und Office 2010 gleichzeitig zu nutzen. Ein weitere Pluspunkt ist, dass sich Software-Updates im laufenden Betrieb an die Benutzer verteilen lassen. Sobald sich ein Benutzer das nächste Mal am Citrix-Server anmeldet, erhält er automatisch die aktualisierte Version. Eine zentrale Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen ist auch über virtuelle Desktops möglich, indem der Administrator die gewünschten Programme in das jeweilige Basis-Image integriert. In Unternehmen mit einem hohen Standardisierungsgrad der Anwendungen ist dieser Ansatz sicher sinnvoll. Sind dagegen viele individuelle Anwendungen im Einsatz, ist die Applikationsvirtualisierung in der Regel der bessere Weg, weil sonst sehr viele unterschiedliche Desktop-Images zu pflegen sind.

 

Testumgebung

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