Juniper will mit Qfabric das RZ revolutionieren
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Q-Fabric als Breitseite gegen Cisco
Mit der Qfarbric-Architektur reagiert Juniper auf die großen Trends im Data Center: eine zunehmende Verdichtung der Server-Landschaft dank Virtualisierung und immer leistungsstärkere Server-Hardware, damit verbunden 10GbE-Interfaces auf Server-Seite sowie ein deutlich höherer Anteil von „East-West“-Traffic, also Datenverkehr zwischen Servern beziehungsweise zwischen Server- und Storage-Tiers statt zwischen Client und Server. Dieser „East-West“-Traffic wird laut Junipers Schätzungen in wenigen Jahren bereits drei Viertel der Kommunikation im RZ ausmachen, so Uwe Klatt, Director Systems Engineering DACH bei Juniper im LANline-Interview.
Das von einigen Herstellern, darunter Cisco, favorisierte TRILL-Protokoll (Transparent Interconnenct of Lots of Links), so Klatt weiter, sei „immer noch eine hierarchische Struktur“, nur schneller dank Multipathing. Doch Klatt warnt: „Das Grundproblem, die Zahl der Hops zu reduzieren, wird durch TRILL nicht gelöst.“ Dafür sei eine grundlegende neue Architektur notwendig, wie sie Juniper mit Qfabric liefere. Junipers Ansatz nutze Know-how aus dem Carrier-Geschäft mit Mechanismen wie MPLS, um ein Fabric mit Latenzen von unter fünf Mikrosekunden zwischen zwei beliebigen 10GbE-Ports zu realisieren. Mit TRILL hingegen liege die Latenz hier immer noch bei über 35 Mikrosekunden.
Seine neue Switching-Architektur hat der Netzwerkausrüster in drei Produkte gegossen: Die Qfabric Edge Nodes sind intelligente Switches mit 10GbE-Ports für den Access-Bereich (Top-of-Rack, ToR), Qfabric Interconnect sorgt als Optical Switch für den schnellen Datentransport, Qfabric Director dient als Konfigurations- und Administrationskonsole.
Qfabric ist laut Klatt eine Komplettlösung, die für größere Rechenzentren konzipiert ist: Ab zirka 500 physischen Servern sei ihr Einsatz sinnvoll. Am oberen Ende sei das Fabric in der Lage, über 6.000 10GbE-Ports zu einem logischen Switch zusammenzuführen. Damit eigne sich dieser Ansatz für die Finanzindustrie, High-Performance Computing, den Universitätsbereich sowie für Service-Provider. Man kann davon ausgehen, dass Juniper das Qfabric-Portfolio künftig nach oben wie nach unten erweitern wird.