Kaufen und sparen

Moderne USV-Anlagen senken die Betriebskosten nachhaltig
Kaufen und sparen
geschrieben von Hermann Hartwig, Senior Development Manager USV bei Huawei, www.huawei.de. Dietmar Ruscher ist technischer Geschäftsleiter bei Wöhrle Stromversorgungssysteme, www.woehrle-svs.de./jos am 29.09.2014
Es klingt logisch: Unterbrechungsfreie Stromversorgungen laufen immer und verbrauchen Strom. Moderne Anlagen, die auf modularen Konzepten basieren, verbrauchen allerdings deutlich weniger Strom als ihre traditionellen Vorgänger. Es ist folglich höchste Zeit, bestehende USV-Anlagen unter ökonomischen Gesichtspunkten genauer zu betrachten, auch dann, wenn sie funktionell noch eine lange Lebensdauer vor sich haben.

Seite 1 / 4

USV-Anlagen gehören in den meisten Einsatzfällen praktisch zum Mobiliar. Nach der Installation laufen sie über extrem lange Zeiträume, meist bis die Leistungsreserven erschöpft sind und den steigenden Leistungsbedarf der geschützten Lasten nicht mehr decken können. Dadurch sind viele Anlagen im Einsatz, die ihren technischen Zenit längst überschritten haben.
Gleichgültig ob Batterieladestrategien, Wirkungsgrad oder Skalierbarkeit – fast alle Aspekte einer USV-Anlage sind für die verursachten Kosten relevant, und dies während der kompletten Laufzeit. Selbstverständlich sind die Anschaffungskosten längst abgeschrieben und tauchen in keiner Bilanz mehr auf. Doch die Betriebskosten wirken sich Tag für Tag negativ auf das Ergebnis des Rechenzentrums aus.
Selbst wenn ein Austausch der USV-Anlage zunächst Investitionskosten verursacht, kann das Technik-Upgrade spätestens mittelfristig Geld sparen. Im Bereich der erneuerbaren Energien kennt man das Konzept als „Repowering“. Dabei ersetzen moderne Turbinen die Windenergieanlagen der ersten Generationen, was für Betreiber, Umwelt und Anwohner zahlreiche Vorteile wie geringere Lärmbelästigung trotz höherer Leistungen bringt. Auch bei USV-Anlagen zieht ein Austausch durch ein aktuelles System Verbesserungen in vielen Bereichen nach sich. Vor allem wenn dabei eine modulare Anlage zum Einsatz kommt, die auch den Anschaffungspreis durch optimale Dimensionierung im Rahmen hält.
 
Saurer Apfel: Kaufpreis modulare USVs
Bei einer Neuanschaffung oder Austausch einer USV-Anlage ist zunächst der Kaufpreis die maßgebliche Zahl. Wenn der Fokus auf nachhaltig niedrigen Betriebskosten liegt, führt kein Weg an einer modularen USV-Anlage vorbei, und diese ist teurer als eine vergleichbare monolithische Ausführung. Dies liegt an den redundanten Komponenten und Baugruppen und an der aufwändigeren Steuerung für die Lastverteilung. Im Schnitt wird die modulare Anlage um die Hälfte bis hin zu zwei Dritteln teurer sein als eine USV-Anlage, die aus einem monolithischen Block besteht und sich nicht über einzelne Leistungseinheiten erweitern lässt.
Allerdings lässt sich auch zu diesem Zeitpunkt bereits ein Sparpotenzial umsetzen: Weil die monolithische USV-Anlage von Anfang an auf die projektierte Höchstlast samt Redundanz ausgelegt sein muss, ist sie stets deutlich überdimensioniert. Schließlich soll auch in Zukunft noch Wachstum in Form von höherem Leistungsbedarf möglich sein. Im Gegensatz dazu wird eine modulare USV-Anlage, abgesehen von einer kleinen Reserve, die durch die Blockgrößen der Leistungsmodule entsteht, exakt auf den aktuellen Bedarf ausgerichtet. Steigt der Energiebedarf, rüstet der Betreiber Leistungsmodule nach. Überdimensionierung gibt es bei modularen Anlagen nicht.

Seite 1 / 4



Noch keine Bewertungen vorhanden