Kleine Gadgets, große Gefahr
Beim Verlust eines ungesicherten Smartphones oder Tablets hat das Unternehmen keinerlei mehr Einfluss darauf, ob die Unternehmensdaten in die falschen Hände geraten. Dann drohen wirtschaftlicher Schaden, Imageverlust und eine Klage wegen Verstoßes gegen Gesetze zum sicheren Umgang mit Kundendaten. „Im Fall einer Novellierung des EU-Datenschutzgesetzes sind Unternehmen verpflichtet, bei Datenverlust bis zu fünf Prozent ihres Weltumsatzes als Bußgeld zu zahlen. Solche Summen könnten sie ernsthaft ins Schleudern bringen“, kommentiert Stephen Midgley, Vice President Global Marketing bei Absolute Software. Abwegig ist dieses Szenario keinesfalls. So ergab erst kürzlich eine Studie im Auftrag von Telefónica, dass bereits in jedem zweiten deutschen Unternehmen Sicherheitsvorfälle aufgrund des Einsatzes privater Smartphones und Tablets aufgetreten seien; jedes fünfte Unternehmen habe Firmeninterna auf diese Weise verloren. Aufgrund solcher Schreckensmeldungen betrachten IT- und Security-Verantwortliche den verbreiteten Trend der „Consumerization“ (Vermischung privater und beruflicher IT-Nutzung) mit großem Argwohn und suchen häufig nach Mitteln und Wegen, um dieser Mischnutzung Einhalt zu gebieten. Dies gleicht einem Kampf gegen Windmühlen: Immer mächtiger werden die Consumer-Gadgets, immer vielfältiger die Apps und Services, mit denen sich die Unternehmens-IT umgehen lässt, immer erfinderischer der IT-affine Endanwender beim Überwinden von Corporate-IT-Hürden – und immer anspruchsvoller wird oft die hauseigene Führungsriege, wenn es darum geht, das schicke neue Ipad oder sonstige Gadget in der Firma zu nutzen.
BYOD und Informationssicherheit

