Lichtwellenleiter als Alternative

Verkabelung im industriellen Umfeld
Lichtwellenleiter als Alternative
geschrieben von Dipl.-Ing. Ulf Leuchner/jos, Product Marketing Pluscon bei Phoenix Contact in Blomberg am 10.02.2012

 

Die Feldverkabelung muss heute immer mehr leisten – gleichgültig, welches Bussystem zum Einsatz kommt. Dabei steigen auch die Anforderungen an die Verfügbarkeit und an die Übertragungssicherheit der Systeme. Bei der Wahl des richtigen Übertragungsmediums gibt es oft gute Gründe für Lichtwellenleitertechnik.

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In einem zukunftsorientierten Industrieumfeld werden die Grenzen zwischen den Automatisierungssystemen immer durchlässiger. Ein „Integrated Automation Network“ bildet dabei die Klammer über die unterschiedlichen Feldbusapplikationen – der so genannten „Automation Island Networks“ – und integriert somit auch andere Teilnehmer außerhalb der Feldbussysteme. Zusätzlich sind in das Automation Island zur Kommunikation und Datenerfassung weitere Geräte eingebunden, die mit hohen Übertragungsraten arbeiten. In diesen anspruchsvollen Industrieapplikationen finden sich zur Vernetzung immer häufiger Ethernet-basierende Übertragungssysteme.

Die industrielle Kommunikation erfolgt oft unter rauen Einsatzbedingungen. Schmutz, Spritzwasser und Öle, aber auch starke elektromagnetische Felder sind an der Tagesordnung. Neben den übertragungstechnischen Eigenschaften sind weitere Faktoren zu betrachten, die einen beachtlichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit des Systems haben:

Sind die Komponenten im Schaltschrank eingesetzt oder außerhalb?

Welche Längen sind nötig?

Welche Anforderungen gibt es hinsichtlich Schirmung und Potenzialausgleichssystem?

Wie stark ist das Umfeld mit elektromagnetischer Strahlung belastet?

Für hochverfügbare und datenintensive Anwendungen kommt typischerweise eine optische Datenübertragung zum Einsatz. Dieses Medium bietet unter anderem einen besseren Schutz gegen EMV-Einflüsse, eine hohe Übertragungsbandbreite sowie im Vergleich zu Kupferleitungen deutlich höhere Reichweiten von mehreren Kilometern. Auch die automatische Potenzialtrennung spielt eine wichtige Rolle, denn damit lassen sich Ausgleichsströme und Überspannungen wirkungsvoll vermeiden, die sich andernfalls ungehindert über die Datenleitungen ausbreiten. Bitratenfehler oder ein mechanischer Ausfall der Übertragungsstrecke wären dann die Folge.

Ist die Entscheidung zugunsten Lichtwellenleiter-Systemen gefallen, spielen der richtige Fasertyp und die richtige Anschlusstechnik eine wichtige Rolle. Generell gilt für alle Fasertypen der angemessene Umgang im Feld: Biegeradien der Leitungen einhalten, Stecker sorgsam konfektionieren sowie bereits konfektionierte Leitungsenden mit den nötigen Schutzkappen vor Beschädigungen schützen.

POF – die Polymerfaser

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