Management-Plattform für virtuelle Desktops

Praxistest VMware View 5
Management-Plattform für virtuelle Desktops
geschrieben von Christoph Lange/wg am 22.02.2012

 

Mit View 5 hat VMware seine Lösung für die Desktop-Virtualisierung um zusätzliche Funktionen ergänzt und an die aktuelle Plattform Vsphere 5 angepasst. Zu den Neuerungen zählen unter anderem Verbesserungen bei der Bandbreitennutzung sowie ein Persona-Management, das individuelle Einstellungen und Daten unabhängig vom virtuellen Desktop speichern kann.

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Nachdem VMware im August 2011 die neue Version 5 der Vsphere-Plattform für Server-Virtualisierung auf den Markt gebracht hatte (zu den Neuerungen von Vsphere 5 und ESXi 5 siehe Kasten Seite 18), dauerte es nicht lange, bis auch die Desktop-Virtualisierung mit View 5 aktualisiert wurde. Für den LANline-Test von View 5 setzten wir im ersten Schritt eine Vsphere-5-Umgebung mit zwei ESXi-5-Servern, einem Windows-2008-R2-Domänen-Controller mit DNS- und DHCP-Diensten sowie einem Vcenter-5-Server auf, der ebenfalls unter Windows 2008 R2 lief. Anschließend installierten wir die View-5-Server-Systeme auf mehreren virtuellen Windows-2008-R2-Servern und integrierten sie mit dem Vcenter-5-Server.

Bei der Bereitstellung virtueller Desktops spielt der View Connection Server eine zentrale Rolle. Er enthält den View Manager, der die Desktop-Pools verwaltet und den Anwendern beim Login einen oder mehrere für sie freigeschaltete Desktops zuweist. Um den Connection Server zu installieren, wählten wir im Setup-Assistenten die Server-Rolle Standard aus. View-Server lassen sich auch als Replica einrichten, um die Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit zu erhöhen. Die Rolle Transfer-Server wird benötigt, will man virtuelle Desktops im so genannten Local Mode betreiben. Damit kann ein Anwender mit einem mobilen Rechner offline weiterarbeiten, der lokale virtuelle Rechner wird automatisch mit dem zentral gespeicherten virtuellen Desktop synchronisiert, sobald der Anwender sich wieder mit dem Unternehmensnetz verbindet. Als vierte Rolle hat VMware einen Security-Server hinzugefügt, der in einer Demilitarisierten Zone (DMZ) stehen kann und nicht Mitglied einer Windows-Domäne sein muss.

Bereitstellung per Template oder Snapshot

Die virtuellen Desktops lassen sich auf unterschiedlichen Wegen bereitstellen. So kann der Administrator einen Desktop-Pool auf Basis von Vcenter-Templates erstellen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass bei jeder Änderungen an der Basisvorlage das Template zunächst in eine virtuelle Maschine zurückzukonvertieren ist. Zudem belegen Desktops, die von Templates erzeugt sind, auf dem Storage-System den vollen Speicherplatz der zugehörigen virtuellen Festplatte. Deshalb ist es in der Regel vorteilhafter, die Desktops mithilfe des View Composers zu erzeugen. Dieser verwendet eine virtuelle Maschine und einen Snapshot als Vorlage, um die Desktops zu clonen. Die Composer-Software wird auf dem Vcenter-Server installiert.

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